Leistungsnachweis

Feuerwehrleute aus dem Kreis Olpe zeigen ihr Können

Schnelligkeit, Geschick, akribisches Vorgehen und feuerwehrtechnische Kenntnisse stehen im Mittelpunkt des Leistungsnachweises.

Foto: Nicole Voss

Schnelligkeit, Geschick, akribisches Vorgehen und feuerwehrtechnische Kenntnisse stehen im Mittelpunkt des Leistungsnachweises. Foto: Nicole Voss

Welschen Ennest/Kreis Olpe.   270 Teilnehmer aus 31 Gruppen und Staffeln stellten sich vier Aufgaben beim Leistungsnachweis in Welschen Ennest.

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„So, ich muss jetzt auf meinen Maschinisten“ achten“, macht Josef Alfes, stellvertretender Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Wenden und Löschzugführer der Löschgruppe Hünsborn seinen „Job“ deutlich.

Seine Dienstgrade in der Feuerwehr stehen eigentlich zu dem Zeitpunkt nicht im Vordergrund, sondern seine Aufgaben als einer von 30 Schiedsrichtern beim Leistungsnachweis der Feuerwehren in Welschen Ennest.

Jedem der Schiedsrichter oblag es, bei jeder Aufgabe eine Kameradin oder einen Kameraden zu beobachten und zu bewerten. Im Fokus standen dabei neben dem Beachten der feuerwehrtechnischen Vorschriften, auch akribisches Vorgehen, Schnelligkeit und Teamfähigkeit. Nach jeder erledigten Aufgabe gab es dann eine Nachbesprechung und Tipps, wie sich das Vorgehen verbessern lässt.

Die intensive Ausbildung der Feuerwehrkameradinnen- und kameraden einmal mehr auf die Probe zu stellen, die Überprüfung der Kenntnisse der Feuerwehrdienstvorschriften, die Erhöhung der Schnelligkeit bei der Brandbekämpfung beziehungsweise der technischen Hilfeleistung, die sichere Handhabung der Geräte und nicht zu vergessen die Stärkung des Kameradschaftsgeistes gehören zu den Zielen des Leistungsnachweises, denen sich die Blauröcke jährlich stellen.

Rettung am Knotenbock entfällt

Es stellten sich rund 270 Teilnehmer aus 31 Gruppen und Staffeln den vier Aufgaben. Die Organisation lag in den Händen des Arbeitskreises „Leistungsnachweis“ und der Löschgruppe Welschen Ennest. Die Aufgaben sind im Vorfeld bekannt. Dabei hat es in den vergangenen Jahren einige Veränderungen gegeben. Anstelle der Disziplin am „Knotenbock“, an dem die Blauröcke feuerwehrspezifische Knoten anlegen mussten, wird eine einfache Rettung aus Höhe durchgeführt. Hierbei galt es, eine oder zwei Personen von einem Gerüst zu retten.

Der sportliche Teil wird aufgrund der hohen Verletzungsgefahr durch einen simulierten Wohnungsbrand ersetzt. Eine Aufgabe, die akribische Erkundung der Wehrmänner verlangte, da sich in dem Gebäude entweder eine vermisste Person befand, eine Friteuse in Brand geraten war, oder ein Innenangriff aufgrund einer brandbeaufschlagten Gasflasche drohte.

An dieser Station galt es das nachgestellte Szenario nach Feuerwehrdienstvorschrift in einer maximalen Zeit von 420 Sekunden abzuarbeiten. Welches Szenario für die jeweilige Gruppe vorlag, oblag der Entscheidung des Oberschiedsrichters.

Vernebelter Übungsraum

Seit dem Jahr 2016 wird der Übungsraum vernebelt und der Angriffstrupp bedienst sich, wie im Ernstfall der Atemschutzgeräte. Die Stationen Brandbekämpfung, der schriftliche Teil und Erste Hilfe sind weiterhin feste Bestandteile des Leistungsnachweises im Kreis Olpe.

Auf Nachfrage, ob der Leistungsnachweis Sinn mache, wenn die Aufgaben bekannt sind, antwortete Thomas Beckmann, Pressesprecher der Feuerwehr der Gemeinde Kirchhundem: „Auf jeden Fall. Die Aufgaben werden im Vorfeld geübt und die Kenntnisse aufgefrischt. Der Zusammenhalt wird besser und es entstehen kommunenübergreifend neue Freundschaften.“

Die Oberaufsicht hatten Mario Fuhlen, stellvertretende Kreisbrandmeister und Clemens Schürholz, Leiter des Arbeitskreises Leistungsnachweis im Kreis Olpe,. Martin Kowol, Einheitsführer der Löschgruppe Welschen Ennest bedankte sich bei den Firmen Sonntag, Hydrophon, M&P sowie den umliegenden Unternehmen für das freundliche zur Verfügung stellen der Gelände und Gebäude. Der Sieger wird nach späterer Auswertung mit einem Pokal belohnt.

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