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Finnentrop: Bürgermeister Heß geht ohne Zapfenstreich

Die Verabschiedung von Dietmar Heß findet im kleinen Rahmen statt. Aufgrund der Coronapandemie ist ein Zapfenstreich unmöglich geworden.

Die Verabschiedung von Dietmar Heß findet im kleinen Rahmen statt. Aufgrund der Coronapandemie ist ein Zapfenstreich unmöglich geworden.

Foto: Barbara Sander-Graetz

Finnentrop.  Die Ära von Dietmar Heß im Finnentroper Rathaus endet bald. Zum Abschied hätte er einen Zapfenstreich bekommen sollen. Doch daraus wird nichts.

In wenigen Tagen endet im Finnentroper Rathaus eine Ära: Nach gut drei Jahrzehnten im Dienst der Gemeinde wird Bürgermeister Dietmar Heß (CDU) Ende dieser Woche den Chefsessel räumen und in den Ruhestand wechseln. Auf ihn folgt bekanntlich Achim Henkel. Hinter Heß liegen dann 23 Jahre als Bürgermeister, zuvor war der Heggener schon einige Jahre Gemeindedirektor. Nach so langer Zeit sollte Heß einen würdevollen Abschied erhalten und sich mit einem Zapfenstreich von Mitarbeitern, Freunden und der Politik verabschieden.

Doch daraus wird nichts: Aufgrund der dynamischen Corona-Entwicklung im Kreis wird der Zapfenstreich ausfallen und die Verabschiedung im kleinsten Kreis stattfinden. „Es ist schade, dass die Leistungen und das Engagement von Dietmar Heß für die Gemeinde und ihre Einwohner zum Ende seiner Amtszeit nicht mehr in dieser Form gewürdigt werden können“, bedauert Ludwig Rasche, 1. Beigeordneter, im Gespräch mit dieser Redaktion.

Keine Alternative zur Absage

Die Gemeinde, die gleichzeitig als Ordnungsbehörde die Einhaltung der bestehenden Corona-Schutzregeln zu überwachen habe, würde laut Rasche mit dieser Entscheidung jedoch ihrer besonderen Verantwortung und Vorbildfunktion gerecht. Anders ausgedrückt: Es gab keine Alternative zur Zapfenstreich-Absage.

Ralf Helmig, Fraktionschef der Finnentroper CDU, mit der Heß in den vergangenen Monaten mehrfach aneinandergeraten war, hätte sich ebenfalls eine „Verabschiedung im feierlichen Rahmen“ gewünscht. Und auch Jens Nagel, Noch-Fraktionschef der SPD, erklärte im Gespräch mit dieser Redaktion, dass Heß einen würdevollen Abschied verdient habe. Doch am Zapfenstreich-Plan war aufgrund der Coronasituation nicht mehr zu denken.

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