Schützenwesen

Finnentroper Schützenverein feiert 200-jähriges Bestehen

Kreisoberst Markus Bröcher (zweiter von links), Kreisschießmeister Thomas Hengstebeck (rechts) und der Brudermeister Dirk Tenhaken (links) gratulieren Ralf Tenhaken (dritter von links) und Mike Schmitte (zweiter von rechts) zum Orden für hervorragende Verdienste.

Kreisoberst Markus Bröcher (zweiter von links), Kreisschießmeister Thomas Hengstebeck (rechts) und der Brudermeister Dirk Tenhaken (links) gratulieren Ralf Tenhaken (dritter von links) und Mike Schmitte (zweiter von rechts) zum Orden für hervorragende Verdienste.

Foto: Julian Hageböck

Schönholthausen.   Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Schönholthausen-Ostentrop aus Finnentrop nimmt eine zentrale Rolle im Leben der Bürger vor Ort ein.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

„Gestützt auf die Prinzipien Glaube, Sitte, Heimat, die die Sauerländer Schützen einen, hat sich der Verein aus bescheidenen Anfängen über Höhen und Tiefen zweier schicksalsträchtiger Jahrhunderte zu einer großen Gemeinschaft in den beiden Dörfern entwickelt“, bilanzierte Landrat Frank Beckehoff im Rahmen des Kommersabends anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Schützenbruderschaft Schönholthausen/Ostentrop.

Der Verein sei wie die weiteren Schützengemeinschaften ein Ort des Zusammenseins und des Zusammenhalts sowie des Miteinanders, des Mithandelns und der Mitverantwortung, so Landrat Beckehoff, der betonte: „Die Schützen leisten damit einen wichtigen Beitrag für die gesellschaftliche Entwicklung in unseren Städten und Dörfern. Sie gestalten und prägen das gesellschaftliche Miteinander im Spannungsfeld von Tradition und Fortschritt. Das ist gelebte Bürgergesellschaft bei uns im Sauerland, wie wir sie kennen und schätzen. Von diesem Engagement werden wir jedoch in Zukunft noch mehr brauchen. Die Schützenbruderschaft stiftet Gemeinschaft und das Bewusstsein, der Zusammengehörigkeit innerhalb des Dorfes und darüber hinaus. Gerade in der heutigen Zeit ist dies von unschätzbarem Wert.“

Etwas ganz Besonderes

Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß hob hervor: „Ein Verein, der seit 200 Jahren die Tradition des Schützenfestes pflegt, ist etwas ganz Besonderes. Die Werte Glaube, Sitte, Heimat haben hier bei uns im Sauerland eine Bedeutung. Die Schützenbruderschaft Schönholthausen/Ostentrop lebt durch die Menschen, die sich im Vorstand engagieren, die bereit sind, Schützenkönig zu werden und durch die Menschen, die sich schon das ganze Jahr auf die Party am Samstagsabend, die Festzüge und das Vogelschießen freuen. Ich bedanke mich für Ihr Engagement, Ihre Liebe zum Brauchtum und zu den Traditionen.“

Dirk Tenhaken, Brudermeister der Schützenbruderschaft, ging kurz auf die Historie ein, die mit der Initiative einiger Junggesellen am 8. September 1818 begann.

„Mit einer Mitgliederstärke von 678 Schützenbrüdern sind wir der zwölftgrößte Verein im Kreisschützenbund Olpe. Hinter uns landen viele Orte, die eine bedeutend höhere Einwohnerzahl haben. Das zeigt uns, welch gutes Zusammenleben wir in unseren Orten haben“, verkündete Dirk Tenhaken mit etwas Stolz und richtete seinen Appell an die anwesenden Politiker, die kleinen Orte zu unterstützen. Fehlende Lebensqualität sei der Nährboden der Einwohnerflucht und das sei der Tod der Vereine, meint Tenhaken.

Ehrenplakette des Landes

Weitere Grußworte sprachen Pfarrer Kinold, Bundesoberst Martin Tillmann und der CDU-Landtagsabgeordnete Jochen Ritter, der gebürtig aus Schönholthausen stammt und die Ehrenplakette des Landes NRW überreichte. Kreisoberst Markus Bröcher zeichnete in Begleitung von Kreisschießmeister Thomas Hengstebeck die Schützenbrüder Ralf Tenhaken und Mike Schmitte mit der höchsten Ordensstufe des SSB für hervorragende Verdienste aus.

Geehrt wurden neben den ehemaligen Schützenkönigen Norbert Rademacher (1993), Gottfried Menken (1978), Willi Rohrmann (1968) und Johannes Meyer (1958) auch die langjährigen Mitglieder Otto Beste (75 Jahre), Joachim Elsner, Josef Greitemann, Georg Koch, Meinolf Linto, Willi Meyer, Willi Sasse (65 Jahre), Erich Franke, Hubert Hanses, Heinz Michel, Rainer Müller, Benno Reuter, Heinrich Steinhoff (60 Jahre), Alfred Berels, Werner Erwes, Rudi Mertens, Jürgen Sager, Bruno Schrage, Otto Simon, Karl Struwe, Ulrich Tönnesmann, Karl Wichert (50 Jahre), Dieter Eckert, Martin Heidrich, Manfred Hoffmann, Günter Jungk, Dieter Kochanek, Klaus Maag, Benno Schröder, Jans-Joachim Wacker (40 Jahre).

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik