Weihnachtsmarkt

Finnentroper Weihnachtsmarkt fällt Corona zum Opfer

Viele Besucher kommen zum Weihnachtsmarkt in Finnentrop vor zwei Jahren. Bilder wie dieses wird es dieses Jahr nicht geben. Der Markt wird aufgrund der Coronalage abgesagt.

Viele Besucher kommen zum Weihnachtsmarkt in Finnentrop vor zwei Jahren. Bilder wie dieses wird es dieses Jahr nicht geben. Der Markt wird aufgrund der Coronalage abgesagt.

Foto: Gemeinde Finnentrop

Finnentrop.  Traditionelle Veranstaltung am zweiten Adventswochenende in Finnentrop kann aufgrund der Pandemie nicht stattfinden. Das sind die Hintergründe:

Sie hatten bis zuletzt gehofft, irgendeine Möglichkeit zu finden, um den beliebten Weihnachtsmarkt am und im Finnentroper Rathaus nicht absagen zu müssen. Leider vergeblich: Die Verantwortlichen in den Gemeindeverwaltung haben die Veranstaltung, die traditionell am zweiten Adventswochenende viele Besucher zum Rathaus lockt, aufgrund der steigenden Corona-Infektionszahlen gecancelt. Die Sicherheit und Gesundheit aller Händler und Besucher habe allerhöchste Priorität.

„Diese Entscheidung ist uns sehr schwer gefallen, wir haben bis zuletzt gehofft. Andere Städte haben schon viel früher ihre Weihnachtsmärkte abgesagt“, betont Nora Eckert, im Rathaus verantwortlich für den Bereich Tourismus, auf Nachfrage dieser Redaktion. „In den vergangenen Wochen wurde intensiv überlegt, wie der Markt in diesem Jahr unter Corona-Bedingungen durchgeführt werden könnte, so dass er nicht nur sicher ist, sondern es auch Spaß macht, den Markt zu besuchen“, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung.

Abgespeckte Version schwer umsetzbar

Die Alternative zum bewährten Markt wäre eine deutlich abgespeckte Version gewesen – mit weniger Buden auf dem Rathausvorplatz und einem kompletten Verzicht auf Stände im Rathausinneren. Aber: „In diesem Fall hätten wir einzelnen Händlern, die seit Jahren bei uns sind und mit denen wir einen sehr guten Kontakt pflegen, absagen müssen. Und im Rathaus selbst wäre der Markt aufgrund der Abstands- und Belüftungsregelungen nicht umsetzbar gewesen“, erklärt Eckert. Rund 40 Händler, hauptsächlich aus Gemeinde- und Kreisgebiet, gehören seit Jahren genauso wie einige Vereine zum festen Bestandteil.

Es gab auch den Gedanken, den Weihnachtsmarkt ähnlich wie in Attendorn dezentral zu organisieren, allerdings habe man laut Eckert von dieser Idee wieder Abstand genommen, weil Finnentrop nicht so sehr wie die Nachbarstadt vom Einzelhandel geprägt sei und dieser eben nicht profitieren würde.

Abwechslungsreiches Programm

So muss die 34. Auflage des Finnentroper Weihnachtsmarktes in diesem Jahr ausfallen. Zum Bedauern von Nora Eckert: „Unser Weihnachtsmarkt hat Tradition. Viele Menschen kommen jedes Jahr hierher, weil der Markt so gemütlich und vielseitig ist. Wir bieten ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm für jung und alt.“ Dazu gehören unter anderem der Nicolaus und die Kinderchöre, genauso aber auch die Bands, die am Abend Weihnachts- und Popmusik spielen. Komplettiert wird das Angebot durch kunsthandwerkliche Erzeugnisse sowie süße und herzhafte Leckerein.

Schätzungsweise 600 bis 700 Besucher kamen in den vergangenen über den Tag verteilt zum Markt. Nur in diesem Jahr leider nicht. Deshalb bleibt die Hoffnung, dass die 34. Auflage des Finnentroper Weihnachtsmarktes am zweiten Adventswochenende nächsten Jahres nachgeholt wird. Sofern Corona bis dahin überstanden ist.

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