Kandidatensuche

Florian Müller will für CDU im Kreis Olpe in den Bundestag

Florian Müller will für die CDU im Kreis Olpe in den Bundestag einziehen. Er ist der erste Bewerber, der sein Interesse an der Nachfolge Matthias Heiders anmeldet.

Florian Müller will für die CDU im Kreis Olpe in den Bundestag einziehen. Er ist der erste Bewerber, der sein Interesse an der Nachfolge Matthias Heiders anmeldet.

Foto: Christian Feldmann / WP

Kreis Olpe/Drolshagen.  Die CDU im Kreis Olpe sucht einen Kandidaten für die Bundestagswahl 2021. Mit Florian Müller hat nun der erste seinen Hut in den Ring geworfen.

Das Rennen um die Nachfolge Matthias Heiders als CDU-Bundestagskandidat im Wahlkreis Olpe – Märkischer Kreis I ist seit Freitag endgültig eröffnet: Als erster Bewerber erklärte Florian Müller, Vorsitzender des CDU-Stadtverbands Drolshagen, sein Interesse. „Ich brenne für das Sauerland und habe großen Spaß an Politik“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion, „von daher ist das nun eine große Chance, die ich gerne nutzen möchte.“

Sein Lebenslauf qualifiziere ihn für ein Mandat im Deutschen Bundestag, erklärt der 33-Jährige. Nachdem er Arbeitsmarkt- und Personalmanagement studiert hatte, begann seine Berufslaufbahn im Jahr 2008 als Pressesprecher bei der Arbeitsagentur Siegen, anschließend war er ab 2015 Büroleiter von Matthias Heider im Deutschen Bundestag. Seit September 2019 ist er als Strategiereferent für die Lufthansa in Köln tätig. „Ich kenne den öffentlichen Dienst genauso wie die freie Wirtschaft. Und durch mein Engagement in der Jungen Union habe ich ein Netzwerk aufgebaut, das mir nützlich sein kann.“ Florian Müller ist Mitglied des Bundesvorstands der Jungen Union und Chefredakteur des Mitgliedermagazins.

Drei Herausforderungen für neues Jahrzehnt

Die Wahl 2021 werde eine Richtungsentscheidung blickt der stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende voraus. „SPD und Grüne werden alles tun, um das Kanzleramt zu übernehmen und wir als Union müssen zeigen, dass wir als Partei mit christlichen, liberalen und sozialen Wurzeln den besseren Kompass haben.“

Drei große Herausforderungen macht der werdende Vater für das neue Jahrzehnt aus: „Der digitale Wandel, das wachsende Bedürfnis nach Klimaschutz und neue Arbeitswelten sind Umbrüche, denen wir uns stellen müssen.“ Im Kreis Olpe trete er dafür an, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und den Wohlstand zu bewahren. „Ich möchte das Sauerland meinen Kindern und Enkeln so übergeben, wie ich es vorgefunden habe: Als starker Wirtschaftsstandort im Grünen.“

Als 33-Jähriger könne er dem Kreisverband eine Perspektive aufzeigen: „Ich werde das nicht nach vier Jahren wieder aufgeben, wenn ich gewählt werde.“ Zugleich sei ihm ein Austausch mit der älteren Generation wichtig. „Viele der anstehenden Entscheidungen müssen generationengerecht getroffen werden.“

Seinen Stadtverband weiß Florian Müller hinter sich. Im Rahmen einer Nachlese zur Kommunalwahl nominierten die Vorstandsmitglieder Müller einstimmig für das vom CDU-interne Bewerbungsverfahren. „Wir freuen uns sehr und sind stolz, dass Florian bereit ist, das Südsauerland in Berlin zu vertreten“, sagte Sebastian Heuel, stellvertretender Vorsitzender der CDU Drolshagen. „Er ist genau der Richtige für den Job. Er ist inhaltlich überzeugend, vernetzt und bald junger Familienvater. Damit bietet er der CDU und unserer Region die richtige Perspektive.“

CDU-Kandidat soll im Januar feststehen

Auch Drolshagens Bürgermeister Uli Berghof sicherte Florian Müller seine Unterstützung zu: „Florian ist ein kluger politischer Kopf. Mit ihm haben wir bei den wenige Wochen zurückliegenden Kommunalwahlen einen erstaunlichen Erfolg erzielt. Dieser ist in großen Teilen seinem Engagement und Fleiß zu verdanken.“

Jochen Ritter, CDU-Kreisvorsitzender und Landtagsabgeordneter, hatte zu Beginn der Woche erklärt, nicht für den Deutschen Bundestag kandidieren und sich auf das Landtagsmandat in Düsseldorf konzentrieren zu wollen. „Ich arbeite seit Jahren vertrauensvoll mit Florian Müller zusammen“, erklärt Ritter nun. „Dabei habe ich ihn als professionell und strukturiert, um- und weitsichtig kennengelernt. Das sind gute Voraussetzungen dafür, Bundespolitik zu machen, aber auch, in Berlin etwas für unsere Region zu erreichen. Er weiß, auf was es hier, aber auch in der Hauptstadt ankommt, und hat überzeugende Vorstellungen davon, wohin die Reise gehen kann und soll. Ich verspreche mir von seiner Kandidatur eine intensive Zusammenarbeit zum Wohle unserer Heimat.“

Anfang der Woche hatte die CDU im Kreis Olpe den Fahrplan bis zur Bundestagswahl ausgegeben: Einen Monat lang haben Bewerber Zeit, ihr Interesse an einer Kandidatur anzumelden, bevor sie an zwei Abenden die Gelegenheit erhalten, sich den Mitgliedern vorzustellen. Die Christdemokraten aus dem Kreis Olpe wollen sich anschließend auf einen Kandidaten festlegen, mit dem sie in die gemeinsame Aufstellungsversammlung mit der CDU Mark für den Wahlkreis Olpe – Märkischer Kreis I gehen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben