Attendorner Osterfeuerverein

Frisches Brot aus altem Ofen: der Bremger Backes

Vor der Segnung des Backes wurden auch einige Worte des Dankes gewechselt. Unser Bild zeigt vor dem Backes von links: BM Christian Pospischil, Geschäftsführer Dieter Hundt, 2. Vorsitzender Olaf Homberg, Walter Sinzig, 1. Vorsitzender und Dechant Andreas Neuser sowie Andreas Schäfer.

Vor der Segnung des Backes wurden auch einige Worte des Dankes gewechselt. Unser Bild zeigt vor dem Backes von links: BM Christian Pospischil, Geschäftsführer Dieter Hundt, 2. Vorsitzender Olaf Homberg, Walter Sinzig, 1. Vorsitzender und Dechant Andreas Neuser sowie Andreas Schäfer.

Foto: Meinolf Lüttecke

Bremge.  Ofen aus dem 18. Jahrhundert nach Renovierungsarbeiten wieder einsatzbereit. Bürgermeister Christian Pospischil: Ein Denkmal im besten Sinne

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Seit genau 33 Jahren richtete der Osterfeuerverein Attendorn das Backesfest in Bremge aus. Wer in einer der vier Abteilungen des Attendorner Osterfeuervereins ist, der hat nicht nur vor und am Osterfest seine Termine, sondern weitere im Laufe des Jahres. Denn die Poskebrüder organisieren immer wieder diverse Treffen.

Eine schöne Gemeinschaftsveranstaltung, bei der sich alle Poskebrüder mit Frauen und Kindern treffen, ist das Backesfest. Hier wird den Kindern mit entsprechenden Spielen etwas geboten, die Poskebrüder fachsimpeln und „stänkern“ bei Kaltgetränken und für die Frauen gibt es Kaffee und Kuchen. Gegrilltes und selbstgemachte Schnittchen, wobei das Brot aus dem Backes kommt, dürfen nicht fehlen. Die Veranstaltung wird rollierend von den vier Po(or)ten durchgeführt, diesmal war die Ennester Pote dran, die am Pfingstmontag vom guten Wetter begünstigt war und entsprechenden Zulauf bekam.

Der Clou der Veranstaltung ist , dass in einem aus dem 18. Jahrhundert stammenden Backhaus des Hofes Leowald zuvor entsprechend Holzofenbrot und Plattenkuchen gebacken werden. Man kann sagen, dass der Osterfeuerverein in Abstimmung mit dem Bauern Johannes Leowald (+) und dem heutigen Besitzer Hubertus Rüsche aus Drolshagen eine Art Patenschaft für den Backes übernommen hat.

Nachdem der Backes im Jahre 1986 vom Osterfeuerverein grundlegend renoviert worden war, standen in diesem Jahr erneut Arbeiten an. Ein neues Geländer führt jetzt zum denkmalgeschützten Backes, der Dachfirst wurde gerichtet und die Erneuerung der elektrischen Leitungen stand an, inklusive dem Anbringen von sechs Strahlern im Backes. Alles mit Genehmigung der Unteren Denkmalbehörde und der Denkmalbehörde in Arnsberg, die hauptsächlich die Kosten übernahmen. Ein kleiner Teil der rund 6000 Euro Kosten wird vom Osterfeuerverein beigesteuert.

Backes gesegnet

Die offizielle Segnung des Backes oblag Dechant Andreas Neuser, der auch der erste Vorsitzende des Gesamtosterfeuervereins ist.

Er lobte die gemeinsame Tat: „Wenn man Sachen gemeinsam angeht, dann bekommt man das auch hin. Das ist in Attendorn so üblich.“ Bürgermeister Christian Pospischil betonte, dass dies ein Denkmal im besten Sinne sei, das auch genutzt wird. Und der 2. Vorsitzende Olaf Homberg bedankte sich für die gute Arbeit der Handwerker und bei Walter Sinzig, Dieter Hundt sowie Besitzer Hubertus Rüsche.

Natursteinofen

Ideale Voraussetzungen für Bäckermeister Winfried Christ aus Essinghausen, der ein frisch renoviertes Backhaus vorfand. Den alten Natursteinofen hatte man bereits seit Dienstag langsam vorgeheizt. Insgesamt 42 Holzofenbrote mit Natursauerteig schob Christ in den Ofen.

Auch Butterstuten mit und ohne Rosinen gab es, nach einem alten Rezept mit Milch und Butter, ohne Zusatzstoffe, wie Winfried Christ betonte, der selbst in Essinghausen bei Drolshagen ein Backhaus betreibt. Der Backes in Bremge ist noch mit Lehm abgedeckt, das hat Winfried Christ in Essinghausen nicht.

Eine Stunde hielt er das Brot im Backes und 20 Minuten den Plattenkuchen.

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