Vogelzüchter

Fritz Gerwiener aus Rönkhausen wird Vize-Weltmeister

Urkunden, Medaillen und Fotos besitzt Fritz Gerwiener vielfach. Der 75-Jährige ist nicht nur bei den Deutschen Meisterschaften immer vorne mit dabei.

Foto: Nicole Voss

Urkunden, Medaillen und Fotos besitzt Fritz Gerwiener vielfach. Der 75-Jährige ist nicht nur bei den Deutschen Meisterschaften immer vorne mit dabei. Foto: Nicole Voss

Rönkhausen.   Der Rentner hat in den vergangenen Jahren viele Erfolge als Vogelzüchter eingefahren. Viel Arbeit und Zeit stecken hinter seinen Erfolgen.

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Urkunden, Fotos, Medaillen und viele positive Erlebnisse erinnern Fritz Gerwiener täglich an seine großen Erfolge als Züchter von Vögeln. Jetzt ist ein weiterer dazu gekommen: In Cesena in Italien wurde einer seiner Fichtenkreuzschnäbel zum Vize-Weltmeister gekürt. Die weiteren drei Fichtenkreuzschnäbel aus seinem Schlag überzeugten die Juroren ebenfalls mit jeweils 90 Punkten.

Insbesondere bei der Zucht von Fichtenkreuzschnäbeln und Kanarienvögeln macht dem 75-Jährigen so schnell keiner etwas vor. Fritz Gerwiener wurde in den vergangenen Jahren häufig Verbandsmeister und 26 Mal Deutscher Meister. Seine Erfolge auf Verbands- und Bundesebene spornten den Rönkhauser zusätzlich an. „Dann kann ich an einer Weltmeisterschaft teilnehmen“, dachte sich Fritz Gerwiener und schickte seine Vögel auf die Reise.

In Grevenbroich ist die Sammelstelle für alle WM-Teilnehmer. Von dort aus bringt ein Transporter die gefiederten Singvögel zur Weltmeisterschaft. Das Procedere hat der Vogelliebhaber seit dem Jahr 2013 jährlich erfolgreich mitgemacht. Die Ausbeute: Eine Goldmedaille im Jahr 2016, vier Silbermedaillen und drei Bronzemedaillen und jetzt die nächste WM-Silbermedaille.

Beeindruckende Medaillenausbeute

Es war ein erfolgreicher Auftakt des Jahres 2018, das sich nahtlos an das vergangenen anschloss. Ende 2017 stellte Fritz Gerwiener bei den Verbandsmeisterschaften in Schwerte den Titel des Verbandsmeisters und „Bester Vogel“ der Schau. Der nächste Wettbewerb ließ nicht lange auf sich warten. Mit einem Stamm Fichtenkreuzschnäbel, zu dem vier Einzeltiere gehören, heimste Gerwiener den Titel des Deutschen Meisters ein.

Auch mit dem Einzelvogel bescherte die Bewertungskommission dem Rentner den Titel des Deutschen Meisters. Eine beeindruckende Medaillenausbeute.

Doch was ist eigentlich das Erfolgsgeheimnis von Fritz Gerwiener? Wie schafft er es immer wieder, so erfolgreich bei Meisterschaften zu sein? „Es ist nicht mal eben so ein paar Vögel züchten. Es gehört mehr dazu, wenn man eine Deutsche, geschweige denn eine Weltmeisterschaft gewinnen will.“ Insbesondere bei den Kanarienvögeln sind die Fütterung und die Wassergabe entscheidend. Vor den Ausstellungen brauchen die Vögel eine rund dreiwöchige Eingewöhnungszeit. Soll heißen: Ab diesem Zeitpunkt werden sie in Ausstellungskästen gesetzt. Wichtig ist dabei der Kontakt mit Menschen.

Preisrichtern ein Küsschen geben

Die einzelnen Kästen erhalten alle zwei Tage einen anderen Platz, so dass sie sich besser auf neue Umgebungen und Menschen einstellen können. Dadurch sind die Vögel bei den Bewertungen so ruhig, dass sie dem Preisrichter, auf Deutsch gesagt, ein Küsschen geben. Vögel, die bewertet werden, dürfen nicht im Käfig fliegen. Bei den Kanarienvögeln müssen die Farben der verschiedenen Gattungen genau den Vorgaben entsprechen. „Jungen Züchtern stehe ich gerne hilfestellend zur Seite“, so Fritz Gerwiener.

>>> Zuchtkollege ebenfalls erfolgreich

Einen großen Erfolg kann auch Gerwieners Zuchtkollege Tobias Isenberg verbuchen. Er wurde mit einem Kanarienvogel aus seinem Schlag Deutscher Meister wurde und gewann mit auch den Titel „Farbensieger“, was laut Fritz Gerwiener eine hohe Auszeichnung sei.

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