Baustelle

Für weniger Staus: A45 soll in Olpe sechsspurig werden

In ein paar Jahren sieht es hier ganz anders aus: Aus vier Fahrstreifen sollen sechs werden.

In ein paar Jahren sieht es hier ganz anders aus: Aus vier Fahrstreifen sollen sechs werden.

Foto: Jana Wehmann

Olpe.   Die ersten Baumaßnahmen für den Mammut-Ausbau der A45 in Olpe sollen in vier Jahren starten. Auch die Talbrücken müssen erneuert werden.

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Die Vorplanungen sind bereits am Laufen und die Bürger werden informiert: Das Mammutprojekt A 45 steht in den Startlöchern. Zu einem Informationsabend über den sechsspurigen Ausbau zwischen Olpe und dem Kreuz Olpe Süd lädt Straßen NRW im Oktober 2018 ein.

In rund vier Jahren beginnen die ersten Baumaßnahmen. Um die Autobahn 45 sechsspurig ausbauen zu können, startet das Projekt mit der Erneuerung der Talbrücken. Welche Baumaßnahme jedoch zuerst umgesetzt wird, stehe derzeit noch nicht genau fest: „Dabei kann es sich entweder um die Talbrücke Rüblinghausen handeln oder um eines der Bauwerke, das an der Kreuzung der A 45 und der A 4 liegt. Dort liegt nämlich eine mittlere Gewichtsbeschränkung vor, so dass die Lkw außen herum fahren“, erklärt Karl-Josef Fischer, Pressesprecher von Straßen NRW, und fügt hinzu: „Ich schätze, diese Maßnahme wird zuerst in Angriff genommen.“

A45 wird sechsspurig: Geplante Fertigstellung in 2032

Da der Umbau der Talbrücken nicht gleichzeitig stattfinden kann, gibt der Landesbetrieb Straßen NRW auf seiner Internetseite an, dass der sechsstreifige Ausbau erst 2029 beginnen werde. Zum geplanten Bauende sagt Fischer: „Das wird so Anfang/Mitte 2032 sein.“

Ziel des im Bundesverkehrswegeplans festgelegten Ausbaus ist, eine leistungsfähigere und auf die Zukunft ausgerichtete A 45 zu schaffen. Zudem erhofft sich Straßen NRW dadurch weniger Staus sowie einen geringeren Ausweichverkehr.

Es soll keine Umleitungen oder Behinderungen geben

Doch was bedeutet der Ausbau für den täglichen Verkehr? Fischer entwarnt: „Wir werden während der Bauzeit immer mindestens vier Streifen aufrecht halten. Das bedeutet, auf jeder Seite zwei Fahrspuren. Vielleicht schaffen wir auch drei Spuren auf einer Seite, das sehen wir dann.“ Durch die Aufrechterhaltung der Fahrstreifen erwartet

Pressesprecher Fischer zudem keinen Umleitungsverkehr oder „größere Behinderungen“.

Bürger können im Oktober fragen stehen

Um die Bürger frühzeitig zu informieren und in das Projekt mit einzubeziehen, veranstaltet Straßen NRW am Montag, 8. Oktober, an der Gesamtschule Wenden und am Mittwoch, 10. Oktober, im Schützenhaus Rüblinghausen jeweils von 16 bis 19 Uhr zwei Informationsabende. Themen wie Lärmschutz oder auch die Breite der Fahrspuren während der Bauarbeiten stehen im Mittelpunkt. „Wir hoffen, dass wir den Bürgern viele Fragen beantworten können“, so Fischer. Straßen NRW erhofft sich eine rege Teilnahme an den Veranstaltungen sowie Akzeptanz bei den Bauarbeiten: „Wir sind auf die Mitarbeit der Bevölkerung angewiesen. Denn teilweise müssen wir auf fremden Boden arbeiten und deswegen ist es wichtig, im Gespräch zu bleiben. Es geht nur miteinander“, erklärt Fischer.

Seitens der Bürger gebe es eine hohe Nachfrage, denn viele informierten sich vorab bei den Gemeinden, so Fischer. „Es war der richtige Weg, die Öffentlichkeit so früh wie möglich mit ins Boot zu holen.“

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