Sparkasse

Fusion der Märkischen Sparkassen und Finnentrop geplatzt

Bürgermeister Dietmar Heß (links) und die Sparkassenvorständen Frank Nennstiel (rechts) und Dirk Atteln müssen neu planen

Bürgermeister Dietmar Heß (links) und die Sparkassenvorständen Frank Nennstiel (rechts) und Dirk Atteln müssen neu planen

Foto: WP

Finnentrop.   Die Sondierungsgespräche wurden in einem frühen Stadium abgebrochen, weil eine Einigung auf einheitliche Ausrichtung nicht in Sicht war

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Die Fusion zwischen den Vereinigten Sparkassen im Märkischen Kreis und der Sparkasse Finnentrop ist geplatzt. Das bestätigte gestern auf Anfrage Tomislav Majic, Pressesprecher der Vereinigten: „Die beteiligten Sparkassen konnten sich in den ersten Gesprächen nicht auf eine einheitliche Ausrichtung eines möglichen, gemeinsamen Instituts verständigen und haben die Sondierungsgespräche in einem frühen Stadium abgebrochen.“

Ende letzten Jahres wies die Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis eine Bilanzsumme von knapp 1,7 Milliarden Euro aus, die Sparkasse Finnentrop 325 Millionen Euro. Bei der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis wurden im Jahresdurchschnitt 2017 310 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, in Finnentrop waren es 72. Gemeinsam hätten sie in etwa das Niveau der Sparkasse Lüdenscheid erreicht.

Noch im Oktober hatte Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß die Notwendigkeit einer Fusion mit dem bürokratischen und regulatorischen Mehraufwand begründet, der in der Niedrigzinsphase besonders von den kleineren Instituten nur noch bedingt aufgefangen werden könne.

Verbessert hat sich die Situation für die Finnentroper Verantwortlichen durch den Abbruch der Fusionsgespräche nicht. Auch im Kreis Olpe hatte es auf Vorstands- und Verwaltungsratsebene erste Gespräche über eine Kreissparkasse gegeben, aus denen sich Finnentrop aber noch vor der Sommerpause verabschiedet hatte. Die Finnentroper Idee, zunächst mit der Sparkasse Olpe-Drolshagen-Wenden zu fusionieren und dann die Sparkasse ALK aufzunehmen, hätte den Finnentroper Vorständen und Verwaltungsratsmitgliedern einflussreiche Positionen gesichert, war aber nicht mehrheitsfähig. In einem Dreierverbund ALK-Olpe/Drolshagen/Wenden-Finnentrop wäre der Einfluss der mit Abstand kleinsten Sparkasse und ihres Verwaltungsratsvorsitzenden sehr überschaubar.

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