Sanierung

Gasleitung nach Finnentrop wird stückweise erneuert

Die Arbeiten an der Attendorner Straße in Altfinnentrop dauern an: Quer durch die Bigge wird eine Stahlrohrleitung gelegt, zum Einsatz kommt dabei ein sogenannter Düker. Bis Herbst soll hier alles fertig sein.

Foto: Flemming Krause

Die Arbeiten an der Attendorner Straße in Altfinnentrop dauern an: Quer durch die Bigge wird eine Stahlrohrleitung gelegt, zum Einsatz kommt dabei ein sogenannter Düker. Bis Herbst soll hier alles fertig sein. Foto: Flemming Krause

Altfinnentrop.   Autofahrer, die über die Attendorner Straße durch Altfinnentrop fahren, müssen sich in Geduld üben. Eine Gasleitung wird dort erneuert.

Wer nachmittags zum üblichen Feierabendverkehr auf der Attendorner Straße in Altfinnentrop unterwegs ist, dem wird der eine oder andere Fluch über die Lippen gehen. Denn es geht nur langsam voran. Grund dafür ist seit einigen Tagen die halbseitige Sperrung der Straße auf Höhe der Gaststätte Lindenbaum. Aber nicht der Zustand der Straße an sich, also etwa Schlaglöcher, ist Schuld an der für die Autofahrer nervigen Situation, sondern die Sanierung einer Gas-Hochdruckleitung. Diese ist in die Jahre gekommen (Baujahr 1950) und wird von Attendorn kommend in Teilabschnitten seit geraumer Zeit komplett erneuert.

Zum Hintergrund: Die Leitung führt bis zum Sportplatz in Finnentrop an der Johannes-Biggemann-Straße. „Von dort wird das Gas auf das Ortsnetz verteilt“, erklärt Ralf Venema, Tiefbauamtsleiter der Gemeinde. Bereits fertiggestellt wurde zuletzt der Abschnitt vom Werksweg, Höhe Players Loung, über das Gelände von ThyssenKrupp bis zur Bundesstraße 236 und dann von der Einmündung der Ahornstraße, auf Höhe des Motorradgeschäftes Lubelei, steil bergauf zur besagten Gastverteilstation.

„Der Abschnitt zwischen diesen beiden Bereichen an der Bundesstraße muss im Anschluss noch gebaut werden“, berichtet der Tiefbauamtsleiter auf Nachfrage dieser Zeitung.

Doch zunächst steht die Baustelle in Altfinnentrop auf der Agenda, wo derzeit der Abschnitt bis zur Kapelle Altfinnentrop erneuert wird.

Nassverlegung im Flussbett

Das Besondere an diesen Arbeiten ist die Technik, mit der die ausführende Firma zu Werke geht, auch wenn sie in der Branche keine ganz neue Innovation darstelle. Denn um die Bigge unterqueren zu können, erfolgt die Verlegung der Leitung laut Angaben des Verteilnetzbetreibers Westnetz in offener Bauweise als Nassverlegung im Flussbett. Genauer gesagt mit Hilfe eines Dükers, also einer Stahlrohrleitung, die in Form eines U’s mit zwei Anschlüssen verschweißt wird und somit eine Durchquerung ermöglicht. „Als Düker bezeichnet man die Konstruktion der Leitung zur Unterquerung von Hindernissen jeglicher Art, in diesem Fall ist das Hindernis ein Fluss“, klärt Christoph Brombach, Pressesprecher der Westnetz, auf. Dieser Düker werde mit Beton ummantelt, um dem Auftrieb unter Wasser entgegenzuwirken und dann in einem vorbereiteten Graben verlegt, ergänzt Venema.

Insgesamt werde es noch eine Zeit dauern, bis die Sanierung aller Teilstücke in Finnentrop beendet ist. Brombach: „Das Projekt läuft über mehrere Jahre. Der aktuelle Abschnitt ist bis Herbst dieses Jahres angesetzt. Die weiteren Abschnitte sind noch nicht terminiert.“ Den Autofahrern wird es nicht schnell genug gehen können, so viel scheint sicher.

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