Kultur

Gauklerfest in Attendorn: „Das ist ein starkes Stück Heimat“

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Attendorn.  Das Gauklerfest lockte am Wochenende viele Fans nach Attendorn, mit einer Neuheit für Kinder. Trotzdem blieben die Zahlen hinter den Erwartungen.

Das 33. Gauklerfest lockte am Wochenende bei bestem Sommerwetter tausende große und kleine Besucher nach Attendorn und war ein weiteres Highlight im 800. Jahr der Stadt Attendorn.

Am Samstagabend eröffnete Bürgermeister Christian Pospischil das Fest und freute sich, dass „das Gauklerfest wieder da stattfindet, wo es hingehört: in das Herz der Stadt.“ Im vergangenen Jahr hatte es aufgrund der Corona-Pandemie ein kleines Gauklerfest rund um das Kino und den Mehrgenerationenspielplatz gegeben. Doch in diesem Jahr wurde die Innenstadt zur Bühne für Artisten, Musiker, Clowns, Akrobaten und Comedians. Außerdem gab es für die Kinder erstmals die Spielstraße rund um das Rathaus auf dem Klosterplatz.

Applaus für die Hilfskräfte, die gegen den Waldbrand kämpften

Das Gauklerfest hatte sich in diesem Jahr das Motto „Heimat“ gegeben. „Das Gauklerfest sorgt auch dafür, dass sich hier viele heimisch fühlen“, so der Bürgermeister weiter. Dazu gehörten auch die rund 250 ehrenamtlichen Helfer, die hier gemeinsam ein „starkes Stück Heimat auf die Beine stellen.“ Christian Pospischil nutzte die Bühne aber auch, um sich bei den vielen ehrenamtlichen Hilfskräften zu bedanken, die vor drei Tagen den Waldbrand auf der Heldener Höhe in der Größe von sechs Fußballfeldern bekämpft und gelöscht haben. Die Zuschauer schlossen sich mit einem großen Applaus an.

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Anschließend gab es neben Clown Luigi richtig was auf die Ohren. Fünf Bands auf zwei Bühnen sorgten für Rock in allen Variationen, House- und Dance-Musik. „Wir hätten uns aber über etwas mehr Gäste gefreut“, resümierte Olaf Geschwinde vom Kulturbüro auf Nachfrage. „Aber wir hören das gerade von vielen Festivals, dass die Besucherzahlen immer noch etwas verhalten sind.“

Die Besucherzahlen am Sonntag hingegen dürften keine Wünsche offen gelassen haben. In diesem Jahr gab es das Programm auf den drei Bühnen am Alten Markt, am Schüldernhof und am Klosterplatz zu sehen. Besonders die Bühne am Klosterplatz unter einer Platane bot gern genommenen Schatten.

Komplette Innenstadt war „Gauklerfestzone“

Auch das Wasserspiel auf dem Rathausvorplatz war gefragt. Hier gab es Abkühlung und Spaß in einem. Die Spielstraße, die in den Jahren zuvor eine Verbindung zum Feuerteich bot, war in diesem Jahr rund um das Rathaus bis zur evangelischen Kirche angelegt. „So haben wir die komplette Innenstadt zur Gauklerfestzone gemacht“, freute sich Olaf Geschwinde. „Die Menschen gehen einfach vom Alten Markt weiter Richtung Rathaus an den Verpflegungs- und Spielständen vorbei und kommen automatisch zum Rathaus- und Klosterplatz.“

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Neben den Spielmöglichkeiten rund um die Kirche war damit das Kinderviertel am Klosterplatz der Besuchermagnet. Hier ging es vor allem um Geschicklichkeit. Die Kids lernten wie man Teller dreht, Bälle jongliert, Diabolo spielt, Riesenseifenblasen macht, Hüpfstangen springt und vieles mehr.

Kistenkletterer hatten einen besonderen Ausblick und bei allen Geschicklichkeitsspielen konnten die Kinder Stempel auf der Laufkarte sammeln und diese am Stand gegen kleine Überraschungen eintauschen.

Außerdem galt es eine riesige Fußball-Dartscheibe zu treffen oder sich gleich beim Menschenkicker mit vollem Körpereinsatz auszutoben. Im Garten der evangelischen Kirche gab es weitere Geschicklichkeitsspiele, von Wikingerschach bis Spikeball. Und beim Kinderschminken galt es, sein wahres Gesicht zu zeigen. Insgesamt ein gelungenes Gauklerfest mit tollen Angeboten und bestem Sommerwetter.

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