Wohnraum

Gemeinde Wenden plant 60 neue Bauplätze

Auf den markierten Flächen in Wenden soll neuer Wohnraum entstehen.

Auf den markierten Flächen in Wenden soll neuer Wohnraum entstehen.

Foto: Dierkes

Wenden.   Wenden wächst und deshalb will die Gemeinde neue Baugrundstücke erschließen, auch für kleinere Wohnungen.

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Immer mehr Familien zieht es in die Gemeinde Wenden. Während 2015 noch 3778 Menschen in dem größten Ort der Kommune lebten, sind es seit diesem Jahr bereits mehr als 3800. Damit das auch in Zukunft so bleibt, arbeitet die Verwaltung kontinuierlich daran, die Wohngebiete auszubauen. Was in nächster Zeit im Zentralort geplant ist, hat uns Markus Hohmann, der Leiter des Fachbereichs Bauen und Stadtentwicklung im Rathaus, erläutert.

Neue Baugrundstücke

Im Zentralort Wenden sollen neue Wohnbauflächen in einer Gesamtgröße von 5,5 Hektar entstehen. Im Bereich Hilgenstock-Süd sowie im Bereich der Westerbergstraße können insgesamt etwa 55 bis 60 Einfamilienhäuser entstehen.

„Da aus unserer Sicht die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum anhalten wird, werden wir voraussichtlich auch Mehrfamilienhäuser sowie Reihenhäuser in den Konzepten vorsehen“, ergänzt Hohmann.

In den vergangenen zehn Jahren wurden innerhalb der Baugebiete „In der Heide“, „Hilgenstock“ und „Westerberg“ etwa 170 Baugrundstücke erschlossen. Die Nachfrage ist weiterhin ungebrochen hoch, macht Hohmann deutlich.

Dementsprechend steht das Neubaugebiet Obstwiese kurz vor seiner Fertigstellung. Das Gebiet soll in diesem Jahr erschlossen werden. Danach werden die Grundstücke vermessen und vergeben, erklärt der Fachbereichsleiter. Voraussichtlich im Frühjahr 2019 kann vereinzelt dann schon gebaut werden.

In dem Gebiet sind auch vier Mehrfamilienhäuser mit jeweils sechs Wohneinheiten geplant. Dadurch sollen kleine Wohnungen für eine oder zwei Personen entstehen. Davon sollen vor allem ältere Menschen, Alleinstehende, anerkannte Flüchtlinge, Berufspendler und Menschen mit einem unterdurchschnittlichen Einkommen profitieren, macht Hohmann deutlich.

Es ist geplant, die Grundstücke Mitte Oktober auszuschreiben. Der Fachbereichsleiter ist optimistisch, nach der Ausschreibung Investoren zu finden. „Das Konzept, welches unsere Anforderungen am besten erfüllt, bekommt den Zuschlag“, sagt Hohmann. „Seit dem Beschluss im Gemeinderat haben auch schon viele Interessenten nachgefragt.“

Bezahlbarer Wohnraum

Der Fokus liegt darauf, bezahlbaren Wohnraum in Wenden zu schaffen. Dennoch sollen die Mieten nicht gedeckelt werden. „Ich bin davon überzeugt, dass die Mietpreise über den Markt geregelt werden. Das Konzept sieht lediglich die Regulierung der Wohngröße vor. Hier ist unsere Erfahrung, dass insbesondere kleinere Wohneinheiten aktuell zwar nachgefragt, aber nicht gebaut werden. Dieser Entwicklung würden wir gerne entgegensteuern.“

Wie hoch tatsächlich die Nachfrage nach kleinen Wohneinheiten in Wenden ist, lasse sich im Moment allerdings nur schwer beantworten, erklärt der Fachbereichsleiter. „Aufgrund vieler geführten Gespräche denke ich aber schon, dass die Zahl sehr hoch ist und dies nicht nur in Wenden, sondern im gesamten Kreis Olpe beziehungsweise in ganz Nordrhein-Westfalen“, sagt Markus Hohmann.

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