Lenhausen.

Gericht entscheidet zugunsten der Jagd- und Sportschützen

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Lenhausen. Der Rechtsstreit zwischen der Gemeinde Finnentrop und dem Jagd- und Sportschützenverein Frettertal ist in erster Instanz entschieden. Das Landgericht Siegen folgte der Argumentation der Sportschützen mit ihrem Rechtsbeistand Harald Kröning und wies die Räumungsklage der Gemeinde ab. Das bestehende Mietverhältnis zwischen Verein und Gemeinde für den als Schießstand genutzten Tunnel besteht bis zum 31. August 2027.

Die Gemeinde hatte den Pachtvertrag vorzeitig mit dem Argument gekündigt, es handele sich angesichts der unentgeltlichen Regelung um einen Leihvertrag, der eine vorzeitige Kündigung ermögliche. Dieser Argumentation folgte das Gericht nicht. „Die Verpflichtung zu Instandhaltung sowie die Kosten für die laufende Bewirtschaftung des Tunnels wertete das Gericht als Indiz für eine Entgeltlichkeit“, so Kröning.

Hintergrund: Vor gut zehn Jahren hatte die Gemeinde den Lenhauser Tunnel an den Verein als Schießstand verpachtet, eine kommunale Nutzung war nicht in Sicht. Das änderte sich.

Weiter gesprächsbereit

Die Gemeinde Finnentrop möchte den Tunnel jetzt nutzen, um Fahrradfahrer auf dem Sauerland RadRing gefahrloser als bei der derzeitigen Trassenführung durch den Ort Lenhausen vom Lenne- ins Frettertal zu befördern. Dazu soll im Rahmen des Regionale-Projekts LenneSchiene eine neue Brücke über die Bahngleise und die B 236 gebaut werden, über die die Radfahrer das lenneseitige Portal des 195 Meter langen Tunnels erreichen.

Zwar hatten Verein und Rechtsanwalt Kröning immer deutlich gemacht, dass man bereit sei, den Tunnel aufzugeben, Bedingung war aber ein geeigneter Alternativstandort, „an dem ein Schießstand auch genehmigungsfähig ist“, so Kröning.

Alle bisherigen Gespräche über Alternativen führten zu keinem Erfolg.

Die Gemeinde Finnentrop hat die Möglichkeit beim Oberlandesgericht im Hamm in Berufung zu gehen. Kröning betonte, dass der Verein auch weiterhin gesprächsbereit ist.

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