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Graffiti und Banner in Olpe - Antwort des Dritten Weges

Graffiti-Schmierereien am Fuße des Ehrenmales im Olper Weierhohl und ein Banner an der Stadtmauer verärgerten am Sonntag Olper Bürger. Unterzeichnet waren die Schmierereien mit dem Schriftzug der rechtsradikalen Splitterpartei Der Dritte Weg, die seit Jahren vom Verfassungsschutz NRW beobachtet wird. Die Stadt Olpe stellte Strafantrag wegen Sachbeschädigung und ließ die Schmiererei von Beschäftigten des Bauhofes, Andreas Gummersbach und Dietmar Heuel, entfernen.

Graffiti-Schmierereien am Fuße des Ehrenmales im Olper Weierhohl und ein Banner an der Stadtmauer verärgerten am Sonntag Olper Bürger. Unterzeichnet waren die Schmierereien mit dem Schriftzug der rechtsradikalen Splitterpartei Der Dritte Weg, die seit Jahren vom Verfassungsschutz NRW beobachtet wird. Die Stadt Olpe stellte Strafantrag wegen Sachbeschädigung und ließ die Schmiererei von Beschäftigten des Bauhofes, Andreas Gummersbach und Dietmar Heuel, entfernen.

Foto: Josef Schmidt

Olpe/Hagen.  Spaziergänger in Olpe haben ein Banner und eine Graffiti-Schmiererei mit dem Schriftzug „Der dritte Weg“ entdeckt. Der Staatsschutz ermittelt.

Eine Graffiti-Schmiererei im Olper Weierhohl am Fuß des Ehrenmals und ein Banner, von noch unbekannten Tätern an der Olper Stadtmauer aufgehängt, hat einige Bürger aus der Kreisstadt während ihres Sonntags-Spazierganges aufgeschreckt. Die Graffiti-Schmierereien sind signiert mit dem Schriftzug der rechtsradikalen Splitterpartei „Der Dritte Weg“, die vom Verfassungsschutz NRW seit einigen Jahren beobachtet und in den Jahresberichten aufgeführt wird.

Der oder die Täter wollten den Opfern des Bombenangriffs auf Olpe am 28. März 1945 gedenken, scheuten sich dabei allerdings nicht vor einer strafrechtlich zu verfolgenden Sachbeschädigung. Der Staatsschutz, angesiedelt bei der Hagener Polizei, hat die Ermittlungen an sich gezogen. Details zu den Ermittlungen konnte die Behörde auf Nachfrage nicht geben. Einzig: Das Ausrollen besagter Flagge sei kein Straftatbestand.

Banner von Bürgern abgehängt

Olpes Bürgermeister Peter Weber waren die Schmierereien und das Banner nicht verborgen geblieben. Noch am Sonntag Abend, so versicherte er im Gespräch mit unserer Redaktion, habe er Bauhofleiter Michael De Ryck angewiesen, die Schmiererei am heutigen Montag umgehend zu entfernen. Weber: „Ich bin selbst von aufmerksamen Olpern darauf hingewiesen worden. Das Banner ist bereits am Sonntag von Olper Bürgern abgehängt, die Schmiererei heute von uns entfernt worden.“

Auslöser der Aktion, so vermutet Weber, sei offenbar der Gedenktag der Stadt Olpe zum Bombenangriff auf Olpe am 28. März 1945 gewesen. Weber: „Mein Stellvertreter Markus Bröcher und ich haben wie jedes Jahr dort einen Kranz der Stadt Olpe niedergelegt. Wenig später lag ein weiterer Kranz dort, signiert vom dritten Weg. Den haben wir entfernen lassen, da es sich um ein Grundstück der Stadt handelt und nur wir entscheiden, wer und wann dort etwas ablegt.“

Protest gegen Kranz-Entfernung

Offenbar hätten die Rechtspopulisten mit dem Banner und dem Schriftzug dagegen protestieren wollen. Weber: „Wir haben jedenfalls Strafantrag wegen Sachbeschädigung gestellt.“

Der Schriftzug war am Montag Morgen nicht mehr zu sehen, die Olper Bauhofmitarbeiter Andreas Gummersbach und Dietmar Heuel waren der schwarzen Farbe mit einem Hochdruck-Reiniger und Reinigungsmitteln erfolgreich zu Leibe gerückt.

Antwort des Dritten Weges

Der Vertreter des Dritten Weges im Kreis Olpe, Julian Bender, hat per Email auf Anfrage unserer Redaktion zu den Vorfällen im Weierhohl wie folgt geantwortet: „Nachdem der Gedenkkranz unserer Partei für die Bombenopfer des 28. März 1945 in diesem Jahr von Bürgermeister Peter Weber entfernt wurde, haben unsere Mitglieder schon letzte Woche ordnungsgemäß eine Versammlung für das kommende Jahr angemeldet. Eine Gedenkveranstaltung am 28.03.2021 wird allen heimatbewussten Menschen entgegen dem unmoralischen Treiben des Bürgermeisters die Möglichkeit des ehrenvollen Gedenkens an die gefallenen Söhne und Töchter unseres Volkes bieten. Einzig dieses Anliegen wird von unseren Mitgliedern verfolgt. Zu anderen Aktionen können wir keine Angaben machen.“

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