Hochzeit

Heiraten im Keller der Taverne

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Im Gewölbekeller des ehemaligen Gasthofs in Rahrbach kann künftig auch geheiratet werden.

Im Gewölbekeller des ehemaligen Gasthofs in Rahrbach kann künftig auch geheiratet werden.

Foto: Josef Schmidt

Kirchhundem/Rahrbach.  Das Standesamt bietet künftig Trauungen an einem weiteren Standort in der Gemeinde Kirchhundem an.

Früher war alles klar geregelt, was das Heiraten anging: Im Standesamt fand die nüchterne standesamtliche Hochzeit statt, ihr schloss sich feierlich die Trauung in der Kirche an. Doch immer häufiger werden entweder beide Feiern groß begangen – oder in Zeiten von Kirchenkrise und Glaubensferne verzichten immer mehr Paare ganz auf eine kirchliche Hochzeit. Im Gegenzug nimmt die Bedeutung der standesamtlichen Trauung zu. Die nüchterne, amtliche Atmosphäre eines Trauzimmers in einem Rathaus bietet da nur selten das von den Brautleuten gewünschte besondere Ambiente, weshalb die Städte und Gemeinden dazu übergehen, zusätzliche Trauzimmer zu widmen, oft so gelegen, dass die Feier sich direkt anschließen kann.

Konzept 2016 erstellt

In der Gemeinde Kirchhundem wurde 2016/2017 ein Konzept „Heiraten in Kirchhundem“ entwickelt, dabei wurden Kriterien festgelegt, die Trauzimmer außerhalb des Rathauses erfüllen sollen. Die Historizität der Gebäude ist eine davon. Weiterhin wird Wert darauf gelegt, dass Trauzimmer barrierefrei sind. Daraufhin wurden der ehemalige Gasthof Kaufmann (Elsken) in Herrntrop, die Gaststätte im Rhein-Weser-Turm und das Kulturgut „Schrabben Hof“ in Silberg sowie das „Haus des Gastes“ in Oberhundem als Trauzimmer gewidmet. Ende 2020 wurde der ehemalige Gasthof Kaufmann (Elsken) auf Wunsch des Eigentümers als Trauzimmer aufgegeben. Ersatzweise kam die Scheune auf Gut Ahe hinzu.

Nun kommt eine weitere Traustätte hinzu: der GewöIbekeller der „Taverne 1313“ in Rahrbach. In mehreren Gesprächen mit dem Bürgermeister habe der Dorfverein als Träger seinen Wunsch geäußert, ein solches Trauzimmer im Gewölbekeller einzurichten. Der ehemalige Rahrbacher Hof, heute „Taverne 1313“, wird laut Gemeinde zum ersten Mal im Jahre 1439 im Pfarrarchiv Rahrbach erwähnt. „Alte Akten zeugen davon, dass dort bereits im Jahr 1599 eine Gastwirtschaftbetrieben wurde“, heißt es weiter. Bei „Limpers Haus“, wie die „Taverne 1313“ früher genannt wurde, handle es sich nachweislich um eines der ältesten Häuser Rahrbachs. Auch das Kriterium der Barrierefreiheit erfülle die „Taverne 1313“ seit den Umbauarbeiten des Gebäudes.

Ausschuss zufrieden

Verwaltungsseitig soll eine vertragliche Vereinbarung über die Nutzung der „Taverne 1313“ als Trauzimmer abgeschlossen und die Widmung veröffentlicht werden. „Die Gemeinde Kirchhundem erhält ein weiteres attraktives Trauzimmer und hält sodann ein Trauzimmer im Bereich Welschen Ennest/Rahrbach vor“, heißt es in der Informationsvorlage zum Hauptausschuss, die am Donnerstag zur Kenntnis gegeben wurde. Die Ausschussmitglieder nahmen die Information wohlwollend zur Kenntnis und begrüßten die Angebots-Erweiterung, die insbesondere für das Rahrbachtal eine Verbesserung darstelle.

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