Versammlung

Helden: Schützen geben grünes Licht für Hallenumbau

Mit großer Mehrheit stimmen die anwesenden Mitglieder der St. Sebastianus-Schützenbruder Helden den Umbauplänen und dem Finanzierungskonzept zu.

Mit großer Mehrheit stimmen die anwesenden Mitglieder der St. Sebastianus-Schützenbruder Helden den Umbauplänen und dem Finanzierungskonzept zu.

Foto: martin droste / WP

Helden.  Die Heldener Schützenhalle wird umgebaut. Kernstück ist ein neuer Mehrzweckraum für 20 bis 100 Personen.

Der Vorstand der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Helden hat grünes Licht für den Um- und Anbau der Schützenhalle erhalten. Bei der außerordentlichen Versammlung am Sonntag stimmte eine große Mehrheit der 71 anwesenden Mitglieder für die an diesem sonnigen Vormittag vorgestellten Pläne des Attendorner Architekten Marco Pieper und das Finanzierungskonzept.

Schneller Beginn

Schon in den nächsten Wochen soll mit dem Rückbau des alten und mit dem Rohbau des neuen Anbaus begonnen werden. Der vom 1. Schützenmeister Thomas Ostermann vorgestellte Finanzierungsplan sieht Gesamtkosten von 237.000 Euro vor. Davon fließen aus dem NRW-Programm Dorferneuerung 2021 maximal 141.000 Euro, das sind 65 Prozent der förderfähigen Kosten. Den fehlenden Betrag will die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft mit einem langfristig aufgenommenen Darlehen zu günstigen Bedingungen finanzieren. Ostermann ist optimistisch und geht von „einer Punktlandung“ aus. Mögliche Eigenleistungen sind in dieser Aufstellung noch nicht eingerechnet.

Barrierefreiheit berücksichtigt

Der 1. Brudermeister Georg Schulte und Diplom-Ingenieur Marco Pieper stellten das Projekt „Hallenumbau“ vor. Der neue Anbau in massiver Bauweise umfasst sanitäre Anlagen, darunter ein behindertengerechtes WC, ein Foyer und einen Mehrzweckraum mit Schiebeelementen. Hier sind kleinere Feiern mit 20 bis 100 Personen möglich. Die am Sonntag vorgestellten Pläne zeigen große, bodentiefe Fenster. Anschlüsse für eine mobile Theke werden gelegt.

Topf Dorferneuerung

Die ersten Pläne zum Um- und Anbau der Schützenhalle Helden wurden bereits im Jahr 2017 präsentiert. Mit den Bauarbeiten sollte eigentlich 2019 begonnen werden. Dann lehnte die Bezirksregierung Arnsberg allerdings den Antrag für das NRW-Förderprogramm Heimat-Zeugnis ab. Die Begründung damals: Im Gegensatz zur Festhalle in Bamenohl sei die Schützenhalle Helden nicht historisch genug. Stattdessen empfahl Arnsberg, einen Antrag für den Topf Dorferneuerung 2021 zu stellen.

Der Bewilligungsbescheid über maximal 141.436 Euro kam im Juni, zuvor hatte der Kreis Olpe die Baugenehmigung erteilt.

Erste Angebote liegen vor

Architekt Marco Pieper hat schon einige Anfragen herausgeschickt, die ersten belastbaren Angebote liegen vor. Für jedes der verschiedenen Gewerke müssen laut Förderrichtlinien der Bezirksregierung mindestens drei Angebote vorgelegt werden. „Wir sind überzeugt, dass durch diese Maßnahme die Schützenhalle bedeutend aufgewertet wird“, freute sich der 1. Brudermeister Georg Schulte über das klare Votum der 71 anwesenden Mitglieder, bei drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen.

Das Thema Akustik, das unter anderem Ulrich Keine anmahnte, hat der 1. Brudermeister „nicht aus den Augen verloren“. Aber der Hallenumbau habe erste Priorität. Inzwischen liegt ein Akustikgutachten vor. Über mögliche Kosten für eine neue Hallendecke kann Georg Schulte noch nichts sagen.

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