Geburtshilfe

Im Zweifel Schwangere von Olpe nach Siegen verweisen

Das Olper St. Martinus-Hospital (im Bild) gehört zur Hospitalgesellschaft Südwestfalen

Das Olper St. Martinus-Hospital (im Bild) gehört zur Hospitalgesellschaft Südwestfalen

Foto: Schmidt

Olpe / Altenhundem.   Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen zieht Konsequenzen aus der Kritik des Krankenhaus-TÜV

Die Katholische Hospitalgesellschaft Südwestfalen räumt die vom sogenannten Krankenhaus-TÜV beanstandeten Mängel im Bereich der Geburtshilfe und der Brustkrebsoperationen ein, bemüht sich aber um eine bessere Einordnung.

Nach Darstellung von Anne Huperz, Assistentin der Geschäftsleitung, gab es 2017 im Olper Krankenhaus drei Frühgeburten, in zwei Fällen sei kein Kinderarzt zugegen gewesen. Bei einem der drei Fälle habe es sich um einen Notfall gehandelt, bei dem das Kind durch einen Kaiserschnitt entbunden worden sei, die beiden anderen hätten zu den Beanstandungen geführt. Hier seien die Ärzte davon ausgegangen, dass es sich nicht um Frühgeburten gehandelt habe: „In beiden Fällen lag eine Widersprüchlichkeit im errechneten und dokumentierten Geburtstermin vor, so dass von einer weiter fortgeschrittenen Schwangerschaft ausgegangen werden konnte“, heißt es in der Stellungnahme. Künftig würden Schwangere im Zweifelsfall konsequenter an ein spezielles Perinatalzentrum verwiesen.

Im St.-Josefs-Hospital wurde bei einer Brustkrebsoperation entnommenes Gewebe nicht während der OP mittels Röntgenbild oder Ultraschalluntersuchung kontrolliert, sondern erst nach der OP in der Pathologie. Aus Sicht des Chefarztes sei eine Untersuchung während der OP nicht erforderlich gewesen.

Dieser Einzelfall sei mit ein Grund zur Restrukturierung der Frauenheilkunde innerhalb der Gesellschaft. Um die Kompetenzen besser zu bündeln, würden Patientinnen mit dem Krankheitsbild Brustkrebs seit einigen Monaten zur Operation und Behandlung in das zertifizierte Brustzentrum am St.-Martinus-Hospital nach Olpe verlegt.

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