Familiengerechte Kommune

In Lennestadt sollen sich alle wohlfühlen

Bürgermeister Stefan Hundt und Beatrix Schwarze von der Geschäftsführung des Vereins „Familiengerechte Kommune“ unterschreiben den Vertrag zur Re-Zertifizierung. 

Foto: Volker Eberts

Bürgermeister Stefan Hundt und Beatrix Schwarze von der Geschäftsführung des Vereins „Familiengerechte Kommune“ unterschreiben den Vertrag zur Re-Zertifizierung. 

Lennestadt.   Lennestadt will noch attraktiver werden. Audit zur Re-Zertifizierung als familiengerechte Kommune gestartet.

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Seit drei Jahren darf sich die Stadt Lennestadt offiziell „Familiengerechte Kommune“ nennen, als einzige im Kreis Olpe. Lennestadt ist damit eine von nur 43 Kommunen im ganzen Bundesgebiet. Und damit sich die Stadt auch weiterhin dieses Siegel ans Revers heften darf, unterzeichneten Bürgermeister Stefan Hundt und Beatrix Schwarze vom Bochumer Verein „Familiengerechte Kommune e.V.“ jetzt im Rathaus den Vertrag über das Audit zur Re-Zertifizierung.

Im Kern geht es weiterhin darum, in möglichst allen Bereichen „gute Rahmenbedingungen für ein angenehmes Leben in Lennestadt zu bieten“, so der Bürgermeister.

Dazu hatte sich die Stadt bereits vor fünf Jahren auf den Weg gemacht und sich mit dem Verein „Familiengerechte Kommune“ einen kompetenten Partner für den Aufbau einer familiengerechte Stadtentwicklung ins Boot geholt. Vor drei Jahren, 2015, wurde die Stadt zur „Familiengerechte Kommune“ zertifiziert, das heißt, es wurden konkrete Zielvereinbarungen formuliert, die seitdem schon umgesetzt oder zumindest auf den Weg gebracht wurden.

Ausgewachsene Bilanz

Dass dies gelungen ist, ist keine Frage: Petra Peschke-Göbel, damals noch Gleichstellungsbeauftragte und „geistige Anstifterin des Prozesses“, so Bürgermeister Hundt, legte eine ausgewachsene Bilanz vor, wie sich „Familiengerechtigkeit“ in den verschiedensten Handlungsfeldern in- und außerhalb des Rathauses verselbstständigt hat.

Das viel gelobte Lennestädter Bündnis für Familien (Hanah-Servicebüro, Lennestädter Kinderzimmer), die Ehrenamtsbörse in Lennestadt (EiL), Umfragen zur Familiengerechtigkeit, Unternehmerstammtische zur Sensibilisierung dieses Themas, Schulsozialarbeit, jede Menge niederschwellige Angebote für Familien wie der Baby-Begrüßungsdienst, Präventions- und Qualifizierungsangebote, Förderung der Mobilität, die Einführung der Schulsozialarbeit, generationenübergreifende Projekte und auch die Integration sind Ergebnisse dieses Prozesses. Peschke-Göbel, heute Fachbereichsleiterin Soziales im Rathaus: „Gerade die Aufnahme von vielen geflüchteten Menschen hat uns 2015 durcheinander geschüttelt, aber nicht aus dem Tritt gebracht.“

Unternehmen mitnehmen

Für Beatrix Schwarze ist dies symptomatisch. „Es gibt immer wieder neue Themen wie Integration oder die Pflege. Noch viel mehr wird uns in Zukunft die Digitalisierung und die Arbeitswelt beschäftigen.“ Dabei gehe es auch darum, die Unternehmen mitzunehmen. „Es ist wichtig, dies zu verinnerlichen“, so Schwarze.

Der Bürgermeister sieht die Stadt hier auf einem gutem Weg. Die Überprüfung der Familiengerechtigkeit sei bei allen Projekten heute Standard und selbstverständlich. Dass der Stadtrat den Re-Zertifizierungsprozess einstimmig beschlossen habe, sei auch ein Signal an die Bürger.

Siegel dauerhaft?

Wie geht es nun weiter? Zusammen mit den Projektleitern des Bochumer Vereins wird die Lennestädter Familienpolitik überprüft, die Zielvereinbarungen werden angepasst. Nach erfolgreicher Bilanzierung 2019 könnte die Stadt dann das Siegel „Familiengerechte Kommune“ dauerhaft tragen.

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, denn, das betonte Beatrix Schwarze, das Siegel am Ende des Audits sei „kein Gefälligkeits-Zertifikat.“

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