Projekt

In Olpe bauen Kinder eine Miniaturstadt aus Lego

Aus 350 000 Legosteinen bauen  Kinder in Olpe eine acht Meter lange Stadt mit Eisenbahn, Jahrmarkt und der Londoner Tower

Aus 350 000 Legosteinen bauen Kinder in Olpe eine acht Meter lange Stadt mit Eisenbahn, Jahrmarkt und der Londoner Tower

Olpe.   Im Aufenthaltsraum der Christus Gemeinde in Olpe bauen 40 Kinder eine Stadt aus 350 000 Legosteinen. Das Projekt will Kompetenzen fördern.

Lautes Gemurmel ist im Aufenthaltsraum der Christus Gemeinde Olpe zu hören. Rund um sind nur glückliche und zufriedene Gesichter zusehen, und 40 Kinder sitzen vor einem großen Berg aus bunten Legosteinen.

Kora Droste und ihre Freundin Kimberly Buscemi sind gerade dabei, nach einer Bauanleitung ein Karussell zusammenzusetzen. Enthusiastisch berichtet Kimberly: „Wir haben uns entschieden, ein Karussell zu bauen, weil es sich alleine drehen kann.“ und Kora ergänzt: „Wenn sich ein Bauwerk bewegen kann, wirkt das gleich viel realistischer.“

Bauanleitung und eigene Ideen

Zusammen mit der elfjährigen Kora Droste und der zwölfjährigen Kimberly Buscemi baut die Kindergruppe am Wochenende gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern eine Legostadt von insgesamt acht Metern Länge.

Teilnehmer im Alter von sieben bis zwölf Jahren konnten sich zum Lego-Bauen anmelden. Am Freitag ging es darum, mit Anleitungen Bauwerke wie eine Feuerwehrstation, die Tower Bridge oder ein Karussell zusammenzusetzen. An den nächsten beiden Tagen hatten die Kinder auch die Möglichkeit, Häuser oder andere Bauwerke ganz nach ihren Vorstellungen zu bauen. „Besonders haben wir uns auf den kreativen Teil gefreut. Gerade so etwas macht Spaß,“ sagt Kimberly. Auch zu Hause seien beide große Lego-Fans. „Ich habe Lego-Friends zum Geburtstag geschenkt bekommen.“, erzählt Kora und ergänzt: „Eigentlich mochte ich es zuerst nicht besonders, habe es aber trotzdem aufgebaut. Als das Haus kaputt gegangen ist, habe ich es ganz neu zusammen gesetzt. Das kreative Bauen hat viel Spaß gemacht.“ Ähnlich ging es auch ihrer Freundin Kimberly. Ihr Bruder hat sie auf Lego aufmerksam gemacht.

Projektleiter ist Frank Rütten von der Organisation „Das bunte Kinderzelt“.

„Die Veranstaltung wird über einen Teilnehmerbetrag finanziert. Das Geld wird dann an soziale Projekte weitergeleitet, die Kinder unterstützen“, berichtet Rütten. Obwohl die Firma Lego für das Projekt eine große Rolle spiele, sei sie nicht an der Förderung des Projektes interessiert, sagt Rütten mit Bedauern. Er ist schon seit elf Jahren mit Legosteinen unterwegs. Bis jetzt hat er insgesamt 350 000 Teile gesammelt. Der Grund für sein Engagement ist: „Lego verbindet. Es ist egal, welche Sprache wir sprechen; es ist grenzüberschreitend. Das Projekt fördert vor allem Kompetenzen wie Teamarbeit, wenn die Kinder in Gruppen zusammenarbeiten. Außerdem soll es Kinder fördern, die zu Hause wenig Platz zum Spielen haben.“

Außerdem sei es ihm wichtig, dass die Kinder erkennen, individuell arbeiten und später Teil eines Ganzen sein zu können.

Betreut werden die Kinder von ehrenamtlichen Helfern. Eine von ihnen ist Evelyn Pfaffenroth. Die 17-Jährige ist Mitglied der Pfadfindergruppe „Royal Rangers“ aus Olpe. „Mir macht es große Freude, Kindern etwas beizubringen, auch wenn es manchmal nur Kleinigkeiten sind.“, sagt Pfaffenroth und fügt hinzu: „ Die Kinder sind sehr stolz auf ihre Bauwerke und haben bombastisch viel Spaß beim Bauen.“ Davon sei sie besonders angetan.

Tower Bridge und Riesenrad

Im Aufenthaltsraum der Christus Gemeinde herrscht bei der Präsentation der Bauwerke ausgelassene Stimmung. „Jetzt sollen die Kinder ihr Erfolgserlebnis feiern“, sagt Projektleiter Rütten. Die acht Meter lange Legostadt ist fertig, die Kinder bestaunen die Bauwerke, die auf einer Tischplatte stehen. Eine Eisenbahn, die Londoner Tower Bridge, ganz unterschiedliche Häuser, ein Riesenrad und sogar ein Miniatur-Nachbau des Olper Gemeindehauses sind entstanden. „Wir haben vor, das Projekt zu wiederholen,“ sagt Astrid Baer von der Christus Gemeinde. Dann haben Kora und Kimberly die Möglichkeit, auch etwas ganz nach ihrer Fantasie zu bauen.

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