Großeinsatz

Industriebrand bei Remondis in Saßmicke

Die Feuerwehren aus Olpe, Gerlingen und Attendorn müssen am Mittwoch zu einem Großeeinsatz in Saßmicke ausrücken.

Foto: Linda Sonnenberg

Die Feuerwehren aus Olpe, Gerlingen und Attendorn müssen am Mittwoch zu einem Großeeinsatz in Saßmicke ausrücken.

Olpe.   Handelsübliche Abfälle und Kunststoffreste geraten in Brand. Anwohner werden aufgefordert Fenster und Türen geschlossen zu halten

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Das Deutschlandspiel war noch nicht ganz vorbei, da ertönte Sirenengeheul in Olpe und Umgebung. Auf dem Gelände des Entsorgungsunternehmens Remondis stieg dunkler Rauch auf, der sich schnell über das Wendener Gemeindegebiet zog. Auf dem Hof der Anlage hatten sich Abfälle entzündet. Wie genau es dazu kam, ist laut Feuerwehr-Einsatzführer Thomas Hengstebeck noch unklar: „Wir sorgen erst einmal dafür, dass alles gelöscht wird.“

Dafür wurden nicht nur 60 bis 70 Feuerwehrleute aus Olpe angefordert, sondern auch die Kollegen aus Gerlingen und Attendorn (Atemschutz). Der Grund zur Vorsicht waren die Erfahrungen der Wehr beim Einsatz in der Nacht zum 5. Mai, als auf dem Gelände des Entsorgers Hufnagel in Olpe-Griesemert ein Feuer ausgebrochen war. Zum anderen befanden sich auf dem Remondis-Gelände noch Gefahrenstoffe wie Benzin und Diesel. „Zwar lagen die Tanks in unmittelbarer Nähe zum Feuer, allerdings ist es der Firma und uns relativ einfach gelungen, dieses Gefahrenpotenzial aus dem Weg zu räumen“, äußerte sich Hengstebeck nicht sonderlich beunruhigt.

Zudem habe es sich bei dem Brandmaterial um handelsüblichen Abfall gehandelt, der keine Gefahrenstoffe aufweise, jedoch zu einer hohen Rauchentwicklung geführt habe: „Wir haben die Bewohner in der unmittelbaren Umgebung informiert, dass sie ihre Fenster geschlossen halten sollen.“

Normaler Einsatz ohne Verletzte

Um 19 Uhr warnte auch die Katastrophenschutz-App NINA vor Rauchgasentwicklung. Nachdem der Brand vollständig gelöscht war, fuhr die Feuerwehr mit Messfahrzeugen durch die Umgebung und informierte erneut. „Alles in allem war es normaler Einsatz für uns, bei dem niemand verletzt wurde und offensichtlich auch keine akute Gefahr für die Bevölkerung bestand“, so Hengstebeck.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik