Oberelspe.

Informatives Hoffest zum „Tag der Regionen“

Spaziergänge durch Bio-Weihnachtsbaumkulturen, Infostände, politische Diskussionen musikalische Unterhaltung und Angebote für die Kinder standen am Sonntag auf dem Hof Kaiser in Oberelspe im Mittelpunkt.

Spaziergänge durch Bio-Weihnachtsbaumkulturen, Infostände, politische Diskussionen musikalische Unterhaltung und Angebote für die Kinder standen am Sonntag auf dem Hof Kaiser in Oberelspe im Mittelpunkt.

Foto: WP

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Oberelspe.  Spaziergänge durch Bio-Weihnachtsbaumkulturen, Infostände, politische Diskussionen, musikalische Unterhaltung und Angebote für die Kinder standen am Sonntag auf dem Hof Kaiser in Oberelspe im Mittelpunkt.

Zum ersten Mal beteiligte sich Gregor Kaiser am bundesweiten Aktionstag „Tag der Regionen“, der Werbung für die Stärken der Region, regionale Produkte, regionale Dienstleistungen und regionales Engagement machen will.

Diese bildeten auch einen Schwerpunkt bei der Podiumsdiskussion, die Gregor Kaiser moderierte. Gesprächspartner waren Petra Crone, SPD-MdB, Rainer Deppe, CDU-MdL und Michael Braun, Landwirt und MdB Bündnis 90/Die Grünen. Kaisers erste Frage: „Sind die Dörfer nicht mehr zu retten, was kann getan werden, um die Lebensqualität zu verbessern?“ Die Bundestagsabgeordnete Petra Crone („Ich bin froh, dass der Wahlkampf vorbei ist und ich mich wieder inhaltlichen Themen widmen kann.“) gehört dem Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz an und setzte in ihren Ausführungen auf die Stärkung der Wirtschaftsregionen im ländlichen Bereich und den Tourismus, mit dem besser geworben werden müsse. Rainer Deppe (CDU, MdL): „Dass die ländliche Region verliert, liegt am allgemeinen demographischen Wandel. Die Menschen gehen dahin, wo sie Arbeit und Lebensqualität haben. Wir brauchen mehr Geld für die Infrastruktur.“

Unterstützung der Landwirte

Michael Braun (Grüne): „Wir haben einen starken demographischen Wandel im ländlichen Raum. Die Attraktivität ist nicht gegeben. Aber für die Infrastruktur, sprich Autobahnen, ist der Bund zuständig, nicht die Kommunen.“

Braun ging auf die Unterstützung der Landwirte ein. Seiner Meinung nach begünstigen die Direktzahlungen, wie sie derzeit von der EU erfolgen, hauptsächlich Betriebe mit vielen Hektar Land. Eine Chance sei die zweite Säule der EU-Agrarförderung. Diese honoriere die Erhaltung des ländlichen Raums und die Umweltanstrengungen der Bauern.

Ein weiteres Thema, das Gregor Kaiser wie einige Gäste auch interessierte, war die prämiengeförderte Umstellung auf Bio-Weihnachtsbäume. Michael Braun gab zu bedenken, dass nach Kyrill viele Hektar von wenigen Besitzern bewirtschaftet werden. „Wir müssen uns überlegen, was wir wollen. Keinen Wald und keinen Forst, sondern Kulturen?“

Petra Crone gab zu bedenken, dass sich im Hochsauerland bereits Bürgerinitiativen gegen derartige Kulturen gebildet haben. „Es kann nicht sein, dass so viele Pestizide gespritzt werden. Wer über das normale Maß hinaus Bürgerforderungen umsetzt, sollte gefördert werden. Das gilt auch für Landwirte.“

Zu diesem Thema gab es auch Stimmen aus dem Publikum. Heinz Vollmer: „Ich glaube, dass die meisten wissen, dass ökologischer Anbau besser ist. Dass muss per Gesetz gefördert werden.“

Martin Schulte aus Oberhundem: „Ich halte nicht viel von Subventionen. Ich muss sorgsam mit meinen Betrieb umgehen, um die Weichen für die Zukunft zu stellen.“ Burkhard Kesting teilte mit, dass er von der Landwirtschaft in die Weihnachtsbaumkultur umgestiegen sei, weil er keine Subventionen mehr wollte. Dass es nur große Weihnachtsbaumkulturen gebe, verneinte Kesting.

Das Hoffest wurde von der AG „Es tut sich was“ unterstützt, die Produkte aus dem fairen Handel und Eine-Welt Laden verkauften. Für die musikalische Untermalung sorgten die heimische Band „Far Out“ und der afrikanische Chor „La Voix d’Ange“ (Engelsstimmen).Der Erlös des Festes ist für ein Kinderkrankenhaus und Rehabilitationszentrum in Matadi/Kongo bestimmt.

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