Schulprojekt

Janusz-Korczak-Schule führt live eine komische Oper auf

Alexander U. H. Schubert von der Jungen Oper Soest probt mit den Kinder und Jugendlichen die Liedtexte.

Alexander U. H. Schubert von der Jungen Oper Soest probt mit den Kinder und Jugendlichen die Liedtexte.

Foto: Nicole Voss

Grevenbrück.   Zusammen mit Profis von der Jungen Oper in Soest proben die Schüler für die Premiere der Oper „Abu Hassan“ am Freitag in der Aula.

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„Ich glaube das wird ganz toll. Ich habe gerade mal gelauscht“, bringt Christa Busenius, Schulleiterin der Janusz-Korczak-Schule, ihre Vorfreude auf eine besondere Aufführung zum Ausdruck. Am morgigen Freitag, 21. September, ab 13.30 Uhr führen die Schüler der Förderschule Lernen und emotionale und soziale Entwicklung die komische Oper „Abu Hassan“ auf. Jeder, der Interesse hat das Werk zu sehen und gut unterhalten zu werden, ist dazu herzlich eingeladen.

Das Stück von Carl Maria Weber ist in Insiderkreisen als kindgerechter Einstieg in die Welt der Oper bekannt. Der Einakter ist temporeich, bunt und überzeugt durch witzige Inszenierung.

Den Beweis dafür liefert ein Blick hinter die Kulissen. Aus dem Untergeschoss der Schule dringt kraftvoller Gesang durch das ganze Gebäude. Alexander U. H. Schubert von der Jungen Oper Detmold studiert mit den Mitwirkenden Lieder ein. „Versucht euch gut zu artikulieren“, rät der Gesangsprofi und setzt immer wieder kurze Pausen zu Atem- und Lockerungsübungen an. Mindestens genauso wichtig ist es laut Alexander U. H. Schubert, dass die Kinder und Jugendlichen Spaß dabei haben.

In der Aula der Schule feilen die Darsteller mit Stefan Lindemann an ihren Texten, Gestiken und Mimiken. Für die Aufführung hat sich die Schule fachkundige Hilfe geholt. Die beiden genannten Darsteller von der Jungen Oper in Detmold unterstützen die Kinder und Jugendlichen bei den Proben, sorgen für die passende Garderobe und die Requisite. Die Finanzierung ist durch Spenden und ein Crowdfunding-Projekt der Volksbank Bigge-Lenne gedeckt.

Erster Eindruck: Die Proben, die bereits Anfang dieses Schuljahres begannen, zeigen positive Wirkung. Die Schüler, die einen Chor bilden, haben die Texte längst einstudiert und die Darsteller müssen eigentlich nur noch ein bisschen an ihrer Rhetorik feilen. Alle Hauptrollen sind doppelt besetzt. „Alle Schüler und Lehrer sind involviert. Wer nicht singt oder eine Darstellerrolle hat, der macht im Ton- und Technikteam mit“, erklärt Christa Busenius.

Letztes Jahr Tarzan-Musical

Erfahrung bei ähnlichen Projekten haben die Schüler bereits gesammelt, als sie im vergangenen Jahr das Musical „Tarzan“ aufführten. Martin Segler, der schon bei der Inszenierung von „Tarzan“ federführend dabei war, lässt keinen Zweifel daran, dass die jetzige Aufführung eine noch höhere Herausforderung für die Schüler darstellt.

„Im Musical machten die Darsteller auf freiwilliger Basis mit. Jetzt sind alle eingebunden. Das entfacht eine große Gruppendynamik. Auch musikalisch gesehen ist die Oper für unsere Schüler eine Herausforderung“, so Martin Segler.

Schulleiterin Christa Busenius kann die pädagogischen Vorzüge des Projekts klar definieren: „Es zeigt sich bereits, wie mancher Schüler über sich hinaus wächst. Es bringt Sicherheit und Selbstbewusstsein für die Schüler. Sie erleben Erfolge und bekommen ein positives Feedback.“

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