Handel

Jetzt ist es offiziell: Olpe ist eine Fairtrade-Stadt

Die Stadt Olpe ist nun Fairtrade-Stadt. Vergangenen Mittwoch war die Auszeichnungsfeier im Alten Lyzeum. Bürgermeister Peter Weber nimmt die Urkunde von Manfred Holz entgegen.

Die Stadt Olpe ist nun Fairtrade-Stadt. Vergangenen Mittwoch war die Auszeichnungsfeier im Alten Lyzeum. Bürgermeister Peter Weber nimmt die Urkunde von Manfred Holz entgegen.

Foto: Engel / WP

Olpe.  Die Stadt Olpe darf sich jetzt offiziell „Fairtrade-Stadt“ nennen. Dies ist ein weiterer Schritt zur Entwicklung einer LEADER-Fairtrade-Region.

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Seit Donnerstag ist Olpe offizielle Fairtrade-Stadt. Manfred Holz, Mann der ersten Stunde in der deutschen Fairtrade-Bewegung, seit der Gründung von TransFair e.V. 1992 Unterstützer des gesiegelten Fairen Handels und Fairtrade-Ehrenbotschafter, übergab bei der Feier im Alten Lyzeum die Urkunden an Bürgermeister Peter Weber sowie an alle hiesigen Akteure aus der Wirtschaft, den Geschäften, Organisationen, Bildungseinrichtungen, Vereinen und Verbänden, die sich für Fairtrade einsetzen.

Nummer 139 in NRW

Die Zertifizierung Olpes zur Fairtrade-Stadt – Nummer 619 in Deutschland und 139 in NRW – ist ein weiterer Schritt zur Entwicklung einer LEADER-Fairtrade-Region BiggeLand, bestehend aus Attendorn, Drolshagen, Olpe und Wenden. Erste Stadt, die sich hier Fairtrade-Stadt nennen durfte, ist übrigens Attendorn – und das schon seit 2011. „Heute können wir an unsere Nachbarstadt Vollzug melden“, sagte Bürgermeister Peter Weber.

„In Zeiten, in denen der Begriff Nachhaltigkeit fast schon inflationär benutzt wird, ist Fairtrade ein konkretes Beispiel. Es ist schön, wenn abstrakte Forderungen konkreten Maßnahmen weichen.“ Dass fairer Handel vom Handeln lebt, betonte Manfred Holz. Und zudem die Pflicht als reichste Industrienation, einen konkreten Beitrag gegen die Armut zu leisten. „Es brauchte Zeit, bis wir Konsumenten das Gütesiegel nicht als gelegentliches Beruhigungsmittel für das eigene Gewissen verstanden.“

Dynamischer Markt

Deutschland ist weltweit der dynamischste Fairtrade-Markt. Jeder Bundesbürger konsumierte im vergangenen Jahr 19 faire Euro, 2014 waren es noch zehn Euro. Spitzenreiter sind indes Österreich mit 38 Euro und die Schweiz mit 82 Euro. Kaffee ist mit Abstand das wichtigste Produkt, gefolgt von Bananen und dann Rosen. Jede vierte Rose in Deutschland ist fair gehandelt. „Bio, fair, saisonal und regional ist das Gebot der Stunde“, sagte Holz. „Es ist unsere Aufgabe, dass die satt werden, die uns den Tisch decken. Moral endet nicht am Regal. Kaufen ist immer eine ethische Handlung.“

Für Unterhaltung sorgte bei der Auszeichnungsfeier der Gospelchor „Upstairs“. Nicht nur, weil die Damen und Herren so mitreißend singen. Die Evangelische Kirchgemeinde gehörte mit zu den ersten Aktiven im Zertifizierungsprozess zur Fairtrade-Stadt Olpe. „Gerechtigkeit ist ein zentrales Thema traditioneller Gospelmusik. Gospel ist mehr als Musik. Es ist eine Haltung, eine Art zu leben. Insofern passt Fairtrade ideell sehr gut zu uns“, sagte Chorleiter Christof Mann.

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