Nach Stufenfete

Altenhundem: Gäste verwüsten Vorplatz der Sauerlandhalle

Kurt Kremer (rechts) und Dietmar Drüeke vom Schützenverein Altenhundem begutachten die ramponierte Biergartenhecke. 

Foto: Volker Eberts

Kurt Kremer (rechts) und Dietmar Drüeke vom Schützenverein Altenhundem begutachten die ramponierte Biergartenhecke.  Foto: Volker Eberts

Altenhundem  Herausgerissene Heckenpflanzen, umgekippte Mülltonnen. Der Schützenverein Altenhundem prangert sinnlosen Vandalismus nach einer Stufenfete an.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Wird es künftig in der Sauerlandhalle in Altenhundem keine sogenannten Stufenfeten mehr geben? Es sieht ganz danach aus. Nach den Vorfällen in der Nacht zum vergangenen Freitag sehen sich die Kritiker dieser Risiko-Veranstaltungen einmal mehr bestätigt. Gäste der Party, die diesmal von der Jahrgangstufe Q1 (Klasse 11) am Städtischen Gymnasium ausgerichtet wurde, hinterließen auf dem Vorplatz der Halle und im Umfeld ein Bild der Verwüstung. Etliche Pflanzen der vor einigen Wochen frisch gepflanzten Hecke um den neuen Biergarten vor der Halle wurden mit roher Gewalt heraus gerissen. Mülltonnen von Anliegern der Helmut-Kumpf-Straße wurden umgekippt, der Inhalt auf der gesamten Straße verteilt.

Und so mancher Besucher des Parkplatzes an der Halle dürfte sich am Samstag Morgen angesichts der vielen kaputten Flaschen einen Platten gefahren haben.

Akt sinnloser Zerstörung

Den Offiziellen des Altenhundemer Schützenvereins war der Ärger über die sinnlose Zerstörung am Samstag Morgen anzusehen. Im Rahmen eines Crowdfunding-Projektes hatten die Schützen in den letzten Monaten in Eigenleistung den neuen Biergarten gepflastert und eine Hecke gepflanzt.

Kurt Kremer, Beisitzer am Vorstandstisch und zuständig für das Biergartenprojekt, sagte: „Diese sinnlose Zerstörung ist unglaublich. Ich verstehe das nicht, warum Jugendliche so etwas machen. Ich bin nicht sicher, ob die Pflanzen in dieser Jahreszeit überhaupt wieder angehen.“

Und Dietmar Drüeke, Mitglied des Offzierscorps, ergänzte: „Wie soll man freiwilligen Helfern, die hier ihre Freizeit investieren, den Sinn und Zweck eines solchen Projektes erklären, wenn kurze Zeit später ihre Arbeit zerstört wird.“ Der Schützenverein hatte schon vor einiger Zeit nach immer neuen Vorfällen beschlossen, die Halle nicht mehr für Stufenfeten zu vermieten. Die Ausnahme am letzten Freitag dürfte nun eine Ausnahme bleiben. Die Feten, egal ob von Schülern des GymSL oder vom Gymnasium Maria Königin veranstaltet, laufen meistens nach dem gleichen Muster ab, wie am vergangenen Freitag. Schon am frühen Abend trafen sich dutzende jugendliche Partygäste im Altenhundemer Ortskern. Sehr beliebt ist der sichtgeschützte Bereich hinter dem Bahnhofsgebäude. Hier kreisen dann zum „Vorglühen“ die Schnapsflaschen. Mit dem Alkoholpegel steigt der Lärm und es sinkt die Aggressionsschwelle.

Gelände wird überwacht

Die Stadt Lennestadt als Eigentümer des Bahnhofsgebäudes hat vor wenigen Wochen den Bereich mit Videokameras ausgestattet, um das Gelände im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen zu überwachen und mögliche Randalierer, die Sachbeschädigungen hinterlassen, zu identifizieren. Angetrunken und aufgeputscht zogen die Feierwütigen am Freitag gegen 21 Uhr gen Sauerlandhalle.

Der Lärm ist ein weiteres Ärgernis neben den Sachbeschädigungen. Dietmar Drüeke, der in der einige 100 Meter entfernten Hochstraße wohnt: „Das war bis 2 Uhr in der Nacht lauter als die Fahrgeschäfte beim Schützenfest.“

Dass es im Laufe dieser Feten zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kommt, ist bei diesen Partys leider schon Normalität. Auch in der Nacht zum Samstag, gegen 0.30 Uhr, wurde die Polizei zu einer Keilerei mit mehreren Personen zur Sauerlandhalle gerufen, angefordert vom Security-Dienst.

Meistens lassen sich die Personen, auf deren Kappe die Sachbeschädigungen gehen, unter den hunderten von Partygästen nicht ermitteln. So wird es auch diesmal sein und der Schützenverein wird auf den Kosten sitzen bleiben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik