Heimatpreis

Jugendtreff Schönau gewinnt den 1. Wendener Heimatpreis

Die nachgebaute Milchbank mit Milchkannen aus früherer Zeit ist eine der beiden bereits vorhandenen Stationen des Geschichtenweges in Altenhof. Unser Bild zeigt die Arbeitskreis-Mitglieder Willi Junge, Dominik Stahl, Frank Weber, Bernhard Klein und Siegbert Henkel (von links).

Die nachgebaute Milchbank mit Milchkannen aus früherer Zeit ist eine der beiden bereits vorhandenen Stationen des Geschichtenweges in Altenhof. Unser Bild zeigt die Arbeitskreis-Mitglieder Willi Junge, Dominik Stahl, Frank Weber, Bernhard Klein und Siegbert Henkel (von links).

Foto: Roland Vossel / WP

Wenden.  Schönauer siegen mit Wiederherstellung einer Wacholderheide. SGV Wenden gewinnt den 2. und der Arbeitskreis Altenhof den 3. Preis.

Die Premiere ist geglückt. Neun Bewerbungen für den Heimatpreis gingen im Wendener Rathaus ein. „Damit hatten wir nicht gerechnet bei der Erstvergabe. Wir sind absolut zufrieden mit der Resonanz und Qualität“, sagte Nicole Williams, zuständig im Wendener Rathaus für Tourismus, Marketing und Wirtschaftsförderung, auf Anfrage unserer Zeitung. Erstmals hat die Gemeinde Wenden in diesem Jahr am mit insgesamt 5.000 Euro dotierten und geförderten Preis des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung NRW teilgenommen. Die Auszeichnung soll laut Ministerium Menschen für lokale und regionale Besonderheiten begeistern, die positiv gelebte Vielfalt in NRW deutlich sichtbar werden lassen und so Nachahmer finden.

Preisgelder von 5.000 Euro

Am 1. November endete die Bewerbungsfrist bei der Gemeinde Wenden. Als Jury fungierten die Mitglieder des Sport- und Kulturausschusses, die nach der Begutachtung der Bewerbungen zu einem einstimmigen Ergebnis kamen. Den mit 2.500 Euro dotierten 1. Platz belegte der Jugendtreff Schönau für die Wiederherstellung einer Wacholderheide auf der alten Viehtrift und die Gestaltung als „Europa-Hain“. Es wurden 48 neue Wacholder gepflanzt, was der Zahl der Gefallenen und bislang völlig unbeachteten zivilen Opfern beider Weltkriege in Schönau und Altenwenden entspricht. Zudem wurden 12 Lesesteinhaufen für Reptilien und Insekten angelegt, jeweils in der Form eines Sterns und in der Anordnung der Europafahne, so dass eine aus der Luft sichtbare Europafahne entstand.

Den 2. Preis und 1.500 Euro erhält der SGV Wenden. „Dies war nicht projektbezogen, sondern ein Preis für den Verein insgesamt mit seinen Aktionen wie zum Beispiel Kappesfest, Schinkenräuchern und Wanderungen“, so Nicole Williams. Der mit 1.000 Euro dotierte 3. Preis geht an den Arbeitskreis zur Entwicklung von Altenhof für seinen Geschichtenweg. Mit diesem soll der frühere karge und einfache Lebensstandard auch kommenden Generationen in Erinnerung bleiben. Unter dem Motto „Werte weitergeben – Spuren hinterlassen“ soll die Geschichte von Altenhof aufgearbeitet und mit dem Geschichtenweg vermittelt werden. Geplant sind ein kleiner Weg durchs Dorf, der im kommenden Jahr fertig sein soll, und ein großer Wanderweg rund um Altenhof. Die ersten beiden der insgesamt geplanten 15 oder 16 Stationen sind bereits errichtet worden. Sie zeigen eine nachgebaute Milchbank mit Milchkannen am ursprünglichen Standort im Dorf und eine Lore, die an den früheren Bergbau erinnern soll.

Preisverleihung im Januar

Die weiteren Plätze beim Wendener Heimatpreis belegten: 4. Dörnscheid (Flurtafeln), 5. Verein für Dorfgemeinschaftsaufgaben Gerlingen (Oel(er) Barone), 6. Elben (Mariengrotte), 7. Elben (Krippenwelt), ebenfalls 7. Elben (WaldBänker) und 9. Elben (Bolzkids Elben).

„Die Preisverleihung wird in einem würdigen Rahmen erfolgen, wahrscheinlich im Januar“, sagte Nicole Williams im Gespräch mit unserer Zeitung.

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