Überraschung

Jugendzentrum soll in den Alten Bahnhof

Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil (rechts) verkündete beim Neujahrsempfang den Plan, das Jugendzentrum in den Alten Bahnhof zu verlegen.

Foto: Peter Plugge

Attendorns Bürgermeister Christian Pospischil (rechts) verkündete beim Neujahrsempfang den Plan, das Jugendzentrum in den Alten Bahnhof zu verlegen. Foto: Peter Plugge

Attendorn.   Attendorner Jugendzentrum soll in den Alten Bahnhof

Eine kleine Bombe ließ Bürgermeister Christian Pospischil beim Neujahrsempfang im Rathaus der Hansestadt platzen. Er kündigte eine Initiative an, dass Jugendzentrum von seinem bisherigen Standort am Heggener Weg in den Alten Bahnhof zu verlegen.

Das hätte „die Sanierung und einen teilweisen Neubau des Alten Bahnhofs durch die Stadt Attendorn zur Folge“, führte Pospischil aus, der erklärte „keine Lust mehr auf das endlose Gewürge“ zu haben. Darüber hinaus würde das Jugendzentrum mit seinem hervorragenden Angebot in der Innenstadt besser wahrgenommen und die Vereine könnten dessen Räume, darunter auch einen Saal nutzen, ohne in der Verantwortung zu stehen.

Er hoffe, dass bereits im März in der Stadtverordnetenversammlung ein entsprechender Grundsatzbeschluss gefasst werden könne und forderte auf: „Machen wir uns endlich auf den Weg!“. Mit der Umgestaltung der Alten Post und der Etablierung einer wegweisenden Gastronomie dort, dem möglichen Bau eines Kinos, über den man ebenfalls bald abstimmen werde, sowie der Neugestaltung der Niedersten- und Ennester Straße entwarf Pospischil eine Vision.

Dass man nach einem Einkaufsbummel in der Attendorner Innenstadt und einem guten Essen überlege, ob man ins Kino gehen oder sich Kabarett im Alten Bahnhof anschauen möchte.

Wichtig sei aber auch, dass das Industriegebiet Fernholte auf den Weg gebracht werde, den Attendorn brauche dringend neue Gewerbeflächen, bevor vielleicht Firmen abwanderten.

Firmen, die zuvor viel Lob dafür gezollt bekamen, dass sie sich für Integration von Flüchtlingen in die Arbeitswelt einsetzen. Dieses Thema hatte das Deutsche Rote Kreuz als Ausrichter des Neujahrsempfangs zunächst in den Fokus der Veranstaltung gestellt. Dr. Bettina Wolf, scheidende Geschäftsführerin der Agentur für Arbeit in Siegen, hob in ihrem Referat die Vorreiterrolle der Stadt Attendorn und der hier beheimateten Firmen in diesem Segment hervor. Sie betonte den hohen Stellenwert, den Ausbildung gerade für junge Flüchtlinge habe, um Chancen auf einen Arbeitsplatz zu haben.

Diesen Aspekt unterstützte DRK-Kreisgeschäftsführer Torsten Tillmann mit einer kleinen Gesprächsrunde, in der drei von 40 jugendliche Flüchtlingen, die das DRK in Sondern betreut, ihren Weg nach Deutschland und in Arbeitswelt schilderten und sich für die vielfältige Unterstützung bedankten.

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