Industrie

Kabelschlepp wartet auf Baugenehmigung

Tsubaki Kabelschlepp will am Standort in Gerlingen wachsen.

Tsubaki Kabelschlepp will am Standort in Gerlingen wachsen.

Foto: Josef Schmidt/WP

Wenden  Tsubaki-Kabelschlepp platzt am Standort in Gerlingen aus allen Nähten, will aber weiter wachsen.

. Das Unternehmen Tsubaki Kabelschlepp mit Standorten unter anderem in Gerlingen und Hünsborn will wachsen. Neubauten sind geplant, mit deren Hilfe der Jahresumsatz der Gruppe von 90 auf mindestens 100 Millionen Euro gesteigert werden soll. Darüber informierte gestern Abend Kabelschlepp-Geschäftsführer Henning Preis den Wendener Bau- und Planungsausschuss. Einziger Wermutstropfen, so Preis. Die vom Kreis Olpe erst in drei bis vier Monaten in Aussicht gestellte Baugenehemigung. Dabei liefen die Abstimmungsgespräche bereits etwa drei Monate. Den japanischen Gesellschaftern sei nur schwer zu vermitteln, dass es so lange dauere, bis ein solches Bauprojekt hierzulande umzusetzen sei.

2009 Umzug von Siegen

Preis skizzierte den Werdegang des Unternehmens, das 1954 in Siegen gegründet und 2009 nach Gerlingen umgezogen sei. 2010 sei die Firma in die japanische Tsubaki-Gruppe eingegliedert worden.

Jetzt wolle man in einer Größenordnung von rund vier Millionen Euro am Standort in der Mark investieren: „In den vergangenen Jahren sind wir auf einem guten Weg, und wir glauben, dass das langfristig so bleibt.“

Auch die Zahl der Mitarbeiter werde bei einem entsprechend anvisierten Wachstum steigen. Bereits jetzt sei die Zahl auf 270 gestiegen, eine Zahl von 290 sei der nächste Schritt.

Aber dafür, so der Geschäftsführer, müsse die angestrebte Baumaßnahme auch kommen: „Wir platzen aus allen Nähten, wollen eine große Halle für ein modernes Logistikzentrum bauen, dazu eine kleinere, in die ein Forschungs- und Entwicklungszentrum einziehen soll.“ Derzeit habe man wegen der Enge zehn auswärtige Lager angemietet: „Wir benötigen aber auch mehr Platz für Maschinen und mehr Montagekapazität.“

Auch die derzeit etwas verhangenen Wolken am Konjunkturhimmel werde das Unternehmen nicht von der Investition abhalten: „Wir glauben, dass das momentan nur eine kleine Delle ist.“

Für das Projekt rechne Kabelschlepp mit einer Bauzeit von rund 15 Monaten. Wenn es mit der Baugenehmigung aber so lange dauere, „können wir den Baubeginn in diesem Jahr vergessen.“ Möglicherweise könne der Kreis Teilgenehmigungen erteilen.

Von der Gemeinde Wenden erhofft sich Preis Unterstützung bei der notwendigen Steigerung der Wasser-Kapazität für Löschwasser im Brand-Ernstfall.

Tsubaki Kabelschlepp produziert u. a. sogenannte Energieketten, bewegliche kettenähnliche Führungssysteme für elektronische Kabel.

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