Grundschullandschaft

Katholische Grundschulen Olpe: Mütter starten Petition

Schüler melden sich im Unterricht. Die Grundschullandschaft in Olpe ist hauptsächlich katholisch geprägt.

Schüler melden sich im Unterricht. Die Grundschullandschaft in Olpe ist hauptsächlich katholisch geprägt.

Foto: Frank Rumpenhorst / dpa

Olpe.  Die Grundschullandschaft in Olpe ist hauptsächlich katholisch geprägt. Doch das stößt bei Eltern auf Kritik. Online-Petition ist gestartet.

„Sagt Nein zu religiöser Ausgrenzung bei Schulanfängern“ – das ist der Appell einiger Mütter aus Olpe, die jetzt eine Online-Petition gestartet haben. Sie wehren sich dagegen, dass die Grundschullandschaft in Olpe hauptsächlich katholisch geprägt ist (unsere Zeitung berichtete). Denn: An katholischen Bekenntnisgrundschulen ist die Konfession das erste Kriterium, wenn die Anmeldezahlen die Aufnahmekapazitäten übersteigen. Das hat zur Folge, dass nicht-katholische Kinder unter Umständen nicht an der Wunsch-Grundschule angenommen werden – auch wenn diese sich in unmittelbarer Nähe des Elternhauses befindet.

Eine der Mütter ist die 31-jährige Betül Isiklar. Ihr Sohn Jamal ist das einzige Kind aus Altenkleusheim, das an der Franz-Hitze-Grundschule in Rhode abgelehnt wurde. Das heißt, er darf nicht mit seinen Freunden zur Schule gehen. "Wir sind nicht konform damit, dass es im Stadtgebiet Olpe mit einem Anteil von mehr als 25 Prozent von Menschen mit Migrationshintergrund nur eine Gemeinschaftsgrundschule gibt“, sagt sie. „Für die abgelehnten Kinder gibt es keine Alternative. Bekenntnisgrundschulen werden steuerfinanziert. Auch von uns.“

Breiter Zuspruch

Zusammen mit weiteren Betroffenen, darunter Sandra Schulte (Olpe), Vanessa Dombrowe (Neuenkleusheim), Nuray Uyar (Olpe) und Meliha Kir (Lütringhausen) geht sie in die Offensive. Ihr gemeinsames Ziel: Mindestens eine der Bekenntnisgrundschulen im Stadtgebiet Olpe soll in eine Gemeinschaftsgrundschule umgewandelt werden. Vorrangiges Auswahlkriterium sollte die Wohnortnähe sein, um eine soziale Ausgrenzung zu vermeiden, betonen sie.

Die Online-Petition, die sich an das Schulamt der Stadt Olpe richtet, trifft bereits auf breiten Zuspruch. Das ursprüngliche Ziel, 500 Unterstützer zu erreichen, wurde nun auf 750 erhöht. Denn: Es haben innerhalb eines Tages 447 Menschen (Stand: Freitag, 17. April, 12 Uhr) unterschrieben. „Je mehr Leute uns unterstützen, desto mehr Aussagekraft hat es“, sagt Nuray Uyar. „Die Hoffnung ist, dass sich wirklich mal was tut.“

https://www.openpetition.de/petition/online/nein-zu-religioeser-ausgrenzung-bei-schulanfaengern-in-olpe

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