Indien-Hilfe

Kein einziger Cent geht verloren

Christa (rechts) und Karl-Josef Simon bei einem ihrer Besuche in Indien. Das Ehepaar überzeugt sich in regelmäßigen Abständen von der sparsamen Verwendung der Spendengelder.

Christa (rechts) und Karl-Josef Simon bei einem ihrer Besuche in Indien. Das Ehepaar überzeugt sich in regelmäßigen Abständen von der sparsamen Verwendung der Spendengelder.

Foto: privat

Elspe.   Christa und Karl-Josef Simon engagieren sich seit 20 Jahren in Indien. Hilfe zur Selbsthilfe bleibt das Leitmotiv. Für neue Kinderbehausung fehlt noch Geld

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„Hilfe zur Selbsthilfe“ – das Leitmotiv, unter dem sich Christa und Karl-Josef Simon seit 20 Jahren in Indien engagieren, steht im Vordergrund ihres selbstlosen, unermüdlichen Einsatzes. Seit zwei Jahrzehnten setzt sich das Ehepaar für die Ärmsten der Armen ein. Die Zusammenarbeit mit Schwester Eucharistia von den „Daughtern of Marys“ vor Ort gewährleistet, dass das Geld da eingesetzt wird, wo es am Nötigsten ist.

Alle Aktivitäten werden von dem Provinzialat des Ordens in Tamil Nadu begleitet und oft wird dort um Hilfe für andere Konvent-Stellen gebeten. Wenn Krankenhäuser oder Waisenhäuser entstehen, dann ist das immer unmittelbar in der Nähe eines Konvents. „Manchmal werden die Kranken oder Waisen zunächst in einem Raum oder Flur des Konvents untergebracht, wenn noch keine entsprechenden Räumlichkeiten vorhanden sind. Wie auch zur Zeit in Edayankulam, wo die Kinder im Flur des Konvents schlafen, essen und für die Schule lernen. Hier wird zur Zeit eine „Hall“ gebaut – ein großer Raum für momentan 25 Kinder, deren Zahl gesteigert werden soll. Die Kinder bleiben nie allein. Das Konvent-Gebäude ist nur ein paar Meter entfernt.

„Leider hat das Geld für die Fertigstellung nicht gereicht, deshalb sind wir etwas in Verzug, zumal aus Stabilitätsgründen auch noch ein Aufbau (1. Stockwerk) nötig wurde. Wir hoffen, dass die Kinder im kommenden Jahr einziehen können. Häuser in dieser Größenordnung zu bauen schaffen wir mit unseren Mitteln nicht in einem Jahr“, erklärt Karl-Josef Simon und fügt hinzu: „Die Sanitäranlagen und eine Küche (bisher wird draußen gekocht) müssen auch noch ein Weilchen warten. Wir waren in diesem Jahr im Februar erneut in Indien und es war eine Freude zu sehen, wie durchdacht und sparsam die Spendengelder eingesetzt werden.“

Vieles ist Dank der Spender in der Vergangenheit realisiert worden: „Ein Krankenhaus, eine ambulante Krankenstation, die mittlerweile auch Kranke aufnimmt, ein großes Haus für die Unterrichtung von Frauen und Kindern und drei Rehabilitationshäuser. Es wurden Mauern um die Konvente gebaut, um die Menschen und den Gemüse- und Obstanbau vor Eindringlingen zu schützen, offene und Bohrbrunnen wurden finanziert, Stromgeneratoren gekauft, um bei den ständigen Stromausfällen die Medikamente kühl zu halten.

Viele kleine Schulen haben Wassercontainer für sanitäre Anlagen, Computer und Schulutensilien erhalten“, bilanzieren Christa und Karl-Josef Simon das Engagement in Kurzform. Mit dem erwirtschafteten Geld aus dem Verkauf von angebautem Obst und Gemüse und selbst hergestellten Medikamenten sind die Hilfebedürftigen dort in der Lage Medikamente anzuschaffen und die Kosten weitgehend selbstständig zu decken.

Um sicher zu stellen, dass die Hilfe auch zukünftig gewährleistet werden kann wurde eine Stiftung gegründet. Das erforderliche Kapital für die Stiftungs-Gründung wurde von der Familie Simon und einigen Spendern aufgebracht. Ab 2018 werden Spendenquittungen von der Stiftung ausgestellt. Die Spenden gehen nach wie vor zu 100 Prozent an die Bedürftigen. Die Vorstandsmitglieder der Stiftung arbeiten ehrenamtlich. Das Spendenkonto: Indienhilfe Simon Stiftung, IBAN DE23 4625 1630 0024 0703 51, bleibt bestehen.

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