Sonderner Kopf

Kein Großkonzert auf der Seebühne 2017

Dietmar Harsveldt hat den Plan, in diesem Jahr ein großes Konzertereignis auf seiner neuen Seebühne zu veranstalten, zurückgestellt. Angesichts der umfangreichen Vorbereitungen könne das frühestens 2018 gelingen.

Foto: Josef Schmidt

Dietmar Harsveldt hat den Plan, in diesem Jahr ein großes Konzertereignis auf seiner neuen Seebühne zu veranstalten, zurückgestellt. Angesichts der umfangreichen Vorbereitungen könne das frühestens 2018 gelingen. Foto: Josef Schmidt

Kreis Olpe/Sondern.   Potenzielle Konzertveranstalter erwarten umfangreiche Rahmenbedingungen.

Eine Konzert-Großveranstaltung auf der neuen Seebühne am „Sonderner Kopf“ wird es in diesem Jahr nicht geben. Das versicherte der Mülheimer Campingplatzbesitzer Dietmar Harsveldt im Gespräch mit unserer Zeitung. Um die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, sei mehr als ein Jahr anzusetzen. Harsveldt: „Vor 2018 klappt das auf keinen Fall.“

Professionelle Veranstalter von Konzerten dieser Größenordnung planten für ein solches Ereignis „mindestens ein Drei-Tages-Event, wenn nicht sogar ein Festival, das sich über zwei Wochenenden hinzieht“, so der Mülheimer.

Mit zwei Veranstaltern gesprochen

Mit zwei Veranstaltern aus dieser ,Liga’ habe er verhandelt. Die gingen bei jeweils drei Tagen an den Wochenenden von 15 000 bis 20 000 Eventbesuchern pro Tag aus. Während der Strandplatz vor der Seebühne dafür ausreiche, türmten sich andere Probleme auf: „Wenn ein solches Festival stattfindet, wollen die Gäste Übernachtungsmöglichkeiten. Das bedeutet, ich muss die Möglichkeit dafür schaffen, dass Zelte oder Wohnwagen für etwa 10 000 Menschen aufgestellt werden können.“

Am Rande großer Festivals wie beispielsweise „Wacken“ gebe es große Wiesenflächen eben genau für diesen Zweck.

100 000 Quadratmeter für Zelte

Harsveldt: „Deshalb bin ich derzeit auf der Suche nach solchen Flächen. Ich benötige mindestens 100 000 Quadratmeter“ - für rund 5000 Zelte.

Damit verbunden müsse aber ein weiteres Problem gelöst werden: „Die geografische Nähe zum Veranstaltungsort muss ebenfalls gewährleistet sein. Wir gehen davon aus, dass das maximal fünf Kilometer sein dürfen.“ Grundsätzlich müsse er dann auch für den Transport sorgen - beispielsweise mit einem Shuttle-Bus: „Oder die Leute müssen da zu Fuß hingehen können.“

Sicherheitskonzept nötig

Darüber hinaus müssten für ein Festival dieser Größenordnung tragfähige Verkehrs- und Sicherheitskonzepte bei Stadt und Kreis vorgelegt werden. Harsveldt: „Wenn rund 20 000 Leute anreisen, dann muss man von 5000, 6000 oder 7000 Autos ausgehen. Das ist ja keine geringe Belastung.“ Da gehöre dann auch noch die Parkplatzfrage hinzu, die geklärt werden müsse.

Harsveldts Fazit: „Alles zusammen bedeutet das eine riesige logistische Planung im Hintergrund.“

Auf die Frage, welche Künstler die beiden großen Konzertveranstalter, mit denen er gesprochen habe, in Aussicht gestellt hätten, war Harsveldt gestern noch zurückhaltend: „Das hängt auch davon ab, welcher Konzertveranstalter es macht.“ Die Entscheidung sei unter anderem vom Festival-Gelände abhängig, von der Region und von der Zielgruppe.

„Die schauen ganz genau hin und überlegen sich, wo so etwas Sinn macht?“ Im Ruhrgebiet sehe die Zielgruppe anders aus als im Sauerland.

Als Konzertort etablieren

Der Hoffnung, dass es in diesem Jahr vielleicht doch noch klappen könne, erteilt Harsveldt angesichts der jetzt vorliegenden Informationen eine klare Absage: „Ich kenne jetzt alle Bedingungen, die wir erfüllen und alle Vorarbeiten, die wir leisten müssen. Da gehört so viel Zeit und Manpower und der Einsatz von Geld dazu“, dass 2017 nicht mehr in Frage komme. Selbst für 2018, so Harsveldt, könne er keine Garantie geben: „Das ist ja auch keine Sache, die Du einmalig planst, sondern wenn, dann willst Du so etwas für die nächsten 20 Jahre als Konzertort etablieren.“ Was bedeute, dass es jedes Jahr zu einer Konzert-Großveranstaltung kommen solle.

Harsveldt: „Das ist meine Zielsetzung.“

Wenn, dann Ende Juni, Anfang Juli

Der grundsätzlich anvisierte Termin für eine Großveranstaltung auf der Seebühne wäre Ende Juni/Anfang Juli – frühestens aber 2018.

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