Ratssitzung

Kirchhundem: Bürgermeister Reinéry geht nicht im Groll

Bürgermeister Andreas Reinéry (3. von links) im „Dienst“, hier bei den  Kirchhundemer Lesetagen im letzten November.

Bürgermeister Andreas Reinéry (3. von links) im „Dienst“, hier bei den Kirchhundemer Lesetagen im letzten November.

Foto: Isabell Kristes-Zimmermann / WP

Kirchhundem.  Zum Schluss gab es doch noch einen kleinen Abschied für Bürgermeister Reinéry, am Donnerstagabend leitete er seine letzte Ratssitzung.

Mit Worten des Dankes und guten Wünschen für die Zukunft verabschiedete sich am Donnerstagabend der Kirchhundemer Gemeinderat vom scheidenden Bürgermeister Andreas Reinéry. „Danke für sechs spannende und erfolgreiche Jahre“, sagte SPD-Fraktionschefin Renate Kraume und überreichte einen Korb mit kulinarischen Spezialitäten. Anne Szymczak schloss sich für die Grünen an. Auch die CDU-Fraktion ließ es sich nicht nehmen, Reinéry mit einem Präsentkorb respektvoll zu verabschieden und ihm alles Gute zu wünschen, Dankesworte blieben erwartungsgemäß aus. „Es war nicht immer einfach mit Ihnen, aber vielleicht war es auch nicht immer einfach mit uns“, stellte der Alfred Bierhoff, der den Verwaltungschef in den letzten Jahren ein ums andere Mal heftig attackiert hatte, diplomatisch fest.

Andreas Reinéry bedankte sich. Mit einer Verabschiedung habe er nicht gerechnet: „Danke sehr für sechs Jahre in Kirchhundem, die mir viel, viel mehr Freude gebracht haben als sie glauben.“ Zuvor hatte der Bürgermeister den zehn ausscheidenden Ratsmitglieder im Namen der Verwaltung und der Einwohner für ihren Einsatz gedankt. Sich wählen zu lassen, um unpopuläre Entscheidungen zu treffen, für die man später kritisiert werde, das sei nicht immer einfach.

Diskussion um Sportförderung

Aber auch in der letzten Sitzung wurde um die Sache gerungen. Diethard Schürmann (UK) versuchte mit einem Antrag noch einmal, die im Sport - und im Bauausschuss gefassten Beschlüsse zur Sportstättenförderung (wir berichteten) zu kippen und die Kunstrasensanierung des Sportplatzes in Kirchhundem auf Platz 1 der Prioritätenliste für das Programm „Investitionspakt zur Förderung von Sportstätten“ zu heben. Das Projekt des FC Kirchhundem entspreche zu 100 Prozent den Förderrichtlinien, während der Vorschlag des Gemeindesportverbands nicht förderfähig sei, so Schürmann. Der Sportverband hatte sich für die Errichtung eines multifunktionalen Kleinspielfeldes in Hofolpe und die Sanierung der Turnhalle Oberhundem ausgesprochen und wird dabei von der Mehrheitsfraktion CDU unterstützt. Fraktionschef Michael Färber betonte, dass sich diese Entscheidung nicht gegen ein bestimmtes Projekt oder Verein richte. Aber es gehe bei der Förderung „nicht nur um Fußball“. In der von Schürmann beantragten geheimen Abstimmung wurde sein Antrag mit 14 zu 8 Stimmen abgelehnt und der Vorschlag des Sportverbands bzw. der CDU mit 14 zu 3 Stimmen ebenfalls in geheimer Abstimmung endgültig bestätigt. (Wir berichten noch).

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