Kulturprojekt

Kirchhundem: Kunstwerk am Rathaus ist nun fertig

Künstler Gautam mit Bürgermeister Andreas Reinéry kurz nach dem letzten Pinselstrich, mit dem er das fertige Kunstwerk wetterfest machte.  

Künstler Gautam mit Bürgermeister Andreas Reinéry kurz nach dem letzten Pinselstrich, mit dem er das fertige Kunstwerk wetterfest machte.  

Foto: Volker Eberts / WP

Kirchhundem.  Künstler Gautam zieht nach 15 Monaten öffentliche Kulturarbeit vor dem Rathaus Kirchhundem eine positive Bilanz.

Es ist viel passiert seit April 2019, als Bildhauer und Künstler Gautam aus Bad Berleburg vor dem Rathaus seinen Arbeitsplatz bezog und mit dem ersten Hammerschlag sein nicht alltägliches Werk begann. Zum Abschluss vor wenigen Tagen blieb der Hammer in des Künstlers Werkzeugkiste, stattdessen galt es den Sandstein zweimal sorgfältig mit einer Imprägnierung einzupinseln und so vor Feuchtigkeit zu schützen. Nun ist es fertig, das Kunstwerk mit dem Namen „Kommunikation“, bestehend aus zwei Figuren, die sich gegenüber sitzend unterhalten – eben kommunizieren.

Kommunizieren – das gehörte für Gautam in den letzten 15 Monaten zum Handwerk dazu. „Darf ich ein Foto machen von Ihnen?“ „Darf ich auch mal schlagen?“ oder „Ist das der Bürgermeister mit seinem Kontrahenten?“ waren nur einige der vielen Fragen, mit denen der Künstler konfrontiert wurde. Das interessierte Publikum kam aus allen Richtungen: Schüler, Kindergarten, Auto- und Motorradfahrer von Rhein und Ruhr, aus den Niederlanden, hielten an. Es gab viele Handwerkergespräche und Gautams erster krumm geschlagener Meißel in 40 Jahren Bildhauerei. „Die meisten Kommentare waren sehr positiv“, blickt Gautam zurück.

Bildhauerkunst live

Dass man einem Künstler über die Schulter schauen, das Entstehen einer Skulptur live erleben kann, war für viele neu.

Wie viele Stunden er an den beiden Herren in ihren steinernen Sesseln gewerkelt hat, weiß er nicht, im Sommer 2019 waren es teilweise 13 Stunden täglich, intensiv auch die Arbeit in den letzten Wochen. Die Kirchhundemer haben ihm seine Arbeitstage oft versüßt, Brötchen und Pizza vom Hesse-Bäcker, Fleischwurst von der Familie Schneider oder ein kühlendes Eis von Familie Japes. Das Catering funktionierte bestens. Gautam resümiert nach dem Projekt: „Ich würde jederzeit wieder einen Stein in der Öffentlichkeit schlagen, es war nicht immer einfach, aber überzeugend.“

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