Projekt

Klimaschutz: Wie Schüler in Attendorn Energie einsparen

Prämierungsaktion "Energiesparen an öffentlichen Einrichtungen in Attendorn". Die Schulen werden für ihre Energie-Einsparungen belohnt.

Prämierungsaktion "Energiesparen an öffentlichen Einrichtungen in Attendorn". Die Schulen werden für ihre Energie-Einsparungen belohnt.

Foto: Flemming Krause / WP

Attendorn.  Seit 2018 beteiligen sich Schulen aus der Hansestadt an dem Projekt „Energiesparen an öffentlichen Einrichtungen“. Das erste Drittel ist vorbei:

Spätestens seit Beginn der „Friday’s for Future“-Bewegung spielt der Klimaschutz in vielen öffentlichen Debatten eine zentrale Rolle. Überwiegend junge Menschen setzen sich seit Monaten für den Schutz der Umwelt und damit für ihre Zukunft ein. Zur großen Demonstration ist es in Attendorn zwar (noch) nicht gekommen, dennoch beschäftigen sich auch hier viele Schüler mit dem Thema. Denn bereits im vergangenen Jahr hatte die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Beratungsbüro „ecoteam NRW“ das Projekt „Energiesparen an öffentlichen Einrichtungen in Attendorn“ ins Leben gerufen.

Beteiligt sind acht Schulen, sieben Sporthallen, das Rathaus, die Stadthalle sowie das Südsauerlandmuseum. Schülern werden bei diesem Projekt unter anderem Tipps an die Hand gegeben, wie sie bewusst Energie einsparen können. Zuhause und in der Schule. Und sie befassen sich während des Unterrichts mit dem Thema. Schöner Nebeneffekt des Projektes: aus den eingesparten Energiekosten leitet sich ein Prämiensystem ab, von dem die Schulen und Gebäudeverwalter profitieren.

Ein drittel des Projektes ist geschafft

Nun hat das auf drei Jahre angesetzte Projekt ein Drittel hinter sich und die Zeit war reif, die ersten Prämierungen in der Aula des Rivius-Gymnasiums vorzunehmen. So durfte sich der Gastgeber selbst über mehr als 1200 Euro freuen. Ein bisschen weniger gab es für die Grundschulen, konkret: Die Attandarra-Grundschüler nahmen einen Scheck in Höhe von 660 Euro entgegen, die katholische Grundschule Helden freute sich über 378 Euro, zur Hanseschule gingen 632 Euro, nach Ennest flossen 132 Euro, die Sonnenschule am Westwall bekam 317 Euro und der Standort in Neu-Listernohl 314 Euro.

Zuvor hatten die Schüler in kurzen Vorträgen erklärt, wie sie das Projekt konkret umsetzen würden. In der Grundschule Helden fand beispielsweise eine Temperaturmesswoche statt und in den Klassenräumen finden sich mittlerweile kleine Lüftungsampeln wieder. Die Schüler der Hanseschule befassten unter anderem mit den Auswirkungen der Klimaerwärmung für den Eisbären, die sehr bedrohlich seien. Die Hausmeister der Schulen sind zudem im Besitz von Messgeräten, um die Temperaturen in den Gebäuden im Blick zu halten.

Energiesparkoffer

„Das ist eine besonders wertvolle Veranstaltung und ein wichtiges Projekt, denn es geht hier um unsere Zukunft“, sprach Bürgermeister Christian Pospischil zu den anwesend Schülern in der Rivius-Aula. Er betonte, dass auch im Rathaus kein Stillstand herrschen würde und die Beleuchtung auf LED umgestellt würde. Zuspruch erfuhren die Schüler auch von Rudolf Hermanns, Leiter des Rivius-Gymnasiums. Er appellierte: „Es sind die kleinen Dingen, mit denen wir zum Klimaschutz beitragen können. Mal auf die Plastiktüte verzichten, den gekauften Käse in eine eigene Box packen oder einfach mal zu Fuß gehen und auf das Auto verzichten.“ Den Schulen stehen zudem auch Energiesparkoffer zur Verfügungen, mit denen sie etwa die Beleuchtung ausmessen können, um dann zu entscheiden, ob sie das zusätzliche Licht tatsächlich brauchen. Denn dadurch lässt sich Energie sparen. Und das kommt der Umwelt zu Gute.

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