Planung vorgestellt

Klosterplatz in Attendorn bald vom Blech befreit

Klosterplatz in Attendorn am Rathaus

Klosterplatz in Attendorn am Rathaus

Foto: Flemming Krause

Attendorn.   Beifall im Bauausschuss für die Umbaupläne rund um Rathaus und Sparkasse sowie in der Kölner Straße. Seewerngraben für Durchgangsverkehr gesperrt

Nach der Baustelle ist vor der Baustelle. Der Umbau der Attendorner Innenstadt geht noch in diesem Jahr in die nächste Runde. Im Bauausschuss präsentierte Klaus Schulze, Landschaftsarchitektur-Büro „bsl“ in Soest, die Pläne für den Umbau vom Klosterplatz und den Abschnitt der Kölner Straße von Klostergasse bis Am Kirchplatz.

Die mit Beifall von den Ausschussmitgliedern bedachte Präsentation stellte Klosterplatz und den Parkplatz vor Rathaus / Sparkasse als einen als Einheit erlebbaren Platz vor, der nahezu eben angelegt und in fast allen Bereichen vom Blech befreit wird.

Eines der Ziele war der Wunsch, die Historie des Platzes wieder erlebbar zu machen. Deshalb wird der Grundriss der Klosterkirche in dem Bereich zwischen der heutigen Kölner Straße und Rathaus / Sparkasse im Pflaster abgebildet. Das derzeit am Eingang liegende Portal der Klosterkirche soll dort, wo am historischen Ort wieder aufgestellt werden. Auf der Fläche des Grundrisses der Klosterkirche können sich die Planer ein begehbares Wasserspiel vorstellen.

Auch der Klosterplatz soll im Großen und Ganzen von parkenden Autos verschont bleiben. Deutlich aufgewertet werden soll der Bereich vor dem Rathaus-Eingang zum Klosterplatz, auf dem der Brunnen, der derzeit noch vor dem Haupteingang steht, einen neuen Standort findet.

33 Parkplätze bleiben

Bescheidene 20 Parkplätze werden künftig auf dem Klosterplatz noch angeboten, 13 weitere an der Rathausfront zum Seewerngraben. Die Stellplätze auf dem Klosterplatz werden an den Stadtvillen liegen, in den auch die Arztpraxen untergebracht sind. Es sollen besonders breite Parkbuchten sein, die Rücksicht auf Eltern mit Kindern, ältere oder behinderte Autofahrer nehmen.

Tempo 30 auf dem Klosterplatz

Die Zufahrt zum Klosterplatz wird nur noch über die Kölner Straße möglich sein. Eine Tempo-30-Zone zieht sich an den bon der Kölner Straße an den Arztpraxen vorbei zum Seewerngraben. Hier können Autofahrer nur noch links abbiegen, weil der Seewerngraben in Höhe der evangelischen Kirche für den Durchgangsverkehr gesperrt wird, um den Schleich- und Parkplatzsuchverkehr in diesem Bereich zu unterbinden.

Die Parkplätze am Rathaus (Seewerngraben) können nur aus Richtung Hohler Weg angefahren werden.

Zu der vor allem für den Einzelhandel an der Kölner Straße wichtigen Frage zum Baubeginn und der absehbaren Dauer der Baumaßnahmen musste die Verwaltung die Antwort schuldig bleiben. Der Baubeginn ist abhängig vom Bewilligungsbescheid der Bezirksregierung. Michael Koch, Leiter des Tiefbauamtes, ist allerdings zuversichtlich, dass der Umbau der Kölner Straße zwischen Klostergasse und Am Kirchplatz deutlich zügiger als die Bauabschnitte in der Ennester- und Niedersten Straße ablaufen werden. „Hier reden wir über 80 bis 90 Meter und nicht über 400 Meter.“

Auch ohne einen Zeitplan angeben zu können, bleibt die Verwaltung bei dem Ziel bis zum Stadtjubiläum 2022 die größten Teile des Innenstadtentwicklungskonzeptes abgeschlossen zu haben. Und da bis dahin auch noch der zweite Abschnitt der Kölner Straße (bis Niederste Straße) abgeschlossen sein soll, sollten Klosterplatz und Kölner Straße (I) 2019/2020 erledigt sein.

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben