Kreisheimatbund

Andrea Arens übernimmt Vorsitz des Kreisheimatbundes Olpe

Die diesjährigen Preisträger des Wettbewerbs „Heimat lebt!“: (von links) Mike Warnecke, Matthias Rosenthal, Lennard Balve und Zoe Hatzfeld (vorne) mit ihrer Lehrerin Anna Marx (hinten, 2. von rechts) sowie Marie Sprenger.

Die diesjährigen Preisträger des Wettbewerbs „Heimat lebt!“: (von links) Mike Warnecke, Matthias Rosenthal, Lennard Balve und Zoe Hatzfeld (vorne) mit ihrer Lehrerin Anna Marx (hinten, 2. von rechts) sowie Marie Sprenger.

Foto: Martin Kuschel / privat

Kreis Olpe.  Mehrere einschneidende Wechsel im Vorstand und eine Preisverleihung standen im Blickpunkt der Jahreshauptversammlung des Kreisheimatbundes Olpe.

Die diesjährige Mitgliederversammlung des Kreisheimatbundes Olpe (KHB) war bestimmt von einschneidenden personellen Wechseln und von der Preisverleihung im 5. Wettbewerb „Heimat lebt!“ Neue Erste Vorsitzende ist fortan Andrea Arens, die das Amt von Dr. Roswitha Kirch-Stracke übernahm.

Zunächst verabschiedete die Erste Vorsitzende Dr. Roswitha Kirsch-Stracke den langjährigen Schriftleiter von „Südsauerland – Heimatstimmen aus dem Kreis Olpe“, Josef Wermert. 25 Jahre oder 100 Folgen der Heimatstimmen verantwortete er das Vereinsmedium. Seit Januar 2020 liegt die Schriftleitung bei Klaus Schulte (Maumke) und Josef Rave (Neu-Listernohl).

Roswitha Kirch-Stracke übergibt Vorsitz nach 12 Jahren

Ein weiterer Wechsel betraf Landrat Frank Beckehoff: Mit dem Amt als Landrat gibt Beckehoff auch die geborene Mitgliedschaft im Kreisheimatbund-Vorstand auf. Roswitha Kirch-Stracke bedankte sich für die sehr gute Zusammenarbeit: „Eine solche Unterstützung wünsche ich jedem Kreisheimatbund im Land“. Nach zwölf Jahren als Erste Vorsitzende stellte sie dann ihr Amt selbst zur Verfügung. Als Mitglied im erweiterten Vorstand bleibt sie dem Heimatbund aber erhalten, z. B. im Rahmen der Offenen Heimat-Werkstatt, die der KHB seit fünf Jahren gemeinsam mit der VHS im Kreis Olpe anbietet. Auch Josef Wermert wird dem Vorstand weiterhin angehören. Die Attendorner Birgit Haberhauer-Kuschel und Uli Selter wurden als Mitglieder im erweiterten Vorstand bestätigt.

Zur neuen Ersten Vorsitzenden wählte die Mitgliederversammlung einstimmig Andrea Arens aus Olpe. Seit acht Jahren arbeitet die Kunsthistorikerin im erweiterten Vorstand mit, sie organisierte maßgeblich das Fest des Kreisheimatbundes auf Burg Bilstein zum 200-jährigen Kreisjubiläum sowie 2018 die Erste Tagung zur Denkmalpflege im Kreis Olpe. Zurzeit ist Andrea Arens mit der Fertigstellung des Buches zu den Bau-, Boden- und Kunstdenkmälern im Kreis Olpe befasst, das im kommenden Jahr erscheinen soll.

Preisverleihung „Heimat lebt“

Im Gasthof Wurm moderierte Uli Selter anschließend die Preisverleihung des 5. Wettbewerbs „Heimat lebt!“. Er richtet sich an Schüler sowie Studierende, die sich im Rahmen von Projekt-, Fach- oder Abschlussarbeiten mit dem Kreis Olpe befassen. Mike Warnecke aus Kirchhundem, der an der Uni Siegen Sozialwissenschaften und BWL studiert, wurde für seine Seminararbeit ausgezeichnet, in der er den demographischen Wandel im ländlichen Raum und „sozial innovative Lösungswege aus der Krise am Beispiel des Kreises Olpe“ darstellt.

Tief beeindruckt zeigte sich Laudator Klaus Schulte von der Facharbeit „Gedemütigt – verschwiegen – vergessen. Das Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses und seine Opfer im Kreis Olpe“. Matthias Rosenthal aus Altenwenden hatte sich am Städtischen Gymnasium Olpe mit diesem nach wie vor sensiblen Thema befasst.

Ein Preis geht an Kirchhundemer Grundschüler

Marie Sprenger, gebürtig aus Heggen, erhielt einen Preis für ihre Bachelorarbeit im Studiengang Landschaftsentwicklung an der Hochschule Osnabrück: „Vermittlung von Kulturlandschaft an Kinder im Grundschulalter? Ein Konzept für das Südsauerland“. Grundschullehrer Uli Selter ließ es sich nicht nehmen, die Laudatio selbst zu halten – ebenso wie für den erstmals eingereichten Beitrag aus einer Grundschule: Die dritte Klasse aus Kirchhundem hatte im Rahmen einer Projektarbeit ihren Heimatort erforscht und anschließend ein Buch mit dem Titel „Mein Kirchhundem-Buch“ erstellt. Lennard Balve, Zoe Hatzfeld und ihre Lehrerin Anna Marx konnten stellvertretend den Preis entgegennehmen: eine Klassenfahrt zu den Museen in Attendorn und Wendener Hütte. Die älteren Preisträger erhielten ein Geldgeschenk, gesponsert von den Sparkassen im Kreis Olpe.

Nach den Formalien schloss sich für die rund 50 Teilnehmenden der Kreis zum Jahresthema „75 Jahre Ende 2. Weltkrieg“. Antonius Klein referierte anhand von Zeitzeugen-Berichten sowie Archiv- und Internetrecherchen zum Ende des Zweiten Weltkriegs in der Gemeinde Wenden unter dem Titel: ‚Do soch ik denn erschten Schwoatten!‘ Eine Spurensuche in Zeitzeugen-Berichten und Archivmaterial von beiden Seiten des Atlantiks.

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