Digitalisierung

Kreis Olpe: Berufskolleg bald mit Internet in allen Räumen

Derzeit gibt es noch nicht in allen Räumen des Berufskollegs des Kreises Olpe Internet. Das soll sich ändern.

Derzeit gibt es noch nicht in allen Räumen des Berufskollegs des Kreises Olpe Internet. Das soll sich ändern.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Kreis Olpe.  Der Kreis Olpe investiert die Mittel aus dem Digitalpakt NRW vor allem im Berufskolleg. Aber auch andere Schulen profitieren.

Mit zusätzlichen 1,4 Millionen Euro kann der Kreis Olpe in den kommenden Jahren die Digitalisierung seiner Schulen vorantreiben. Profitieren soll in erster Linie das Berufskolleg. An allen drei Standorten in Olpe, Attendorn und Lennestadt soll die Netzwerkinfrastruktur modernisiert werden. Alleine für dieses Projekt will der Kreis knapp 560.000 Euro in die Hand nehmen. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, über die der Kreistag in seiner Sitzung am kommenden Montag, 28. September, abstimmen wird.

An den drei Standorten des Berufskollegs sind derzeit noch nicht alle Räume an das Internet angeschlossen. In anderen Gebäudeteilen gibt es zwar eine Verbindung, die Bandbreite ist aber so gering, dass das Internet kaum den aktuellen Ansprüchen gerecht wird. „Das Ziel ist, eine am allgemeinen Stand der Technik und Informationstechnologie orientierte Sachausstattung am Berufskolleg des Kreises Olpe sicherzustellen“, erklärt die Kreisverwaltung. „Damit kann auch eine den Ausbildungsbetrieben entsprechende moderne Ausstattung gewährleistet werden.“

WLAN an Förderschulen

Die Fördergelder stammen aus dem Digitalpakt NRW und decken 90 Prozent der Investitionskosten. Den Eigenanteil finanziert der Kreis über die Schulpauschale. Das Geld soll noch dieses Jahr fließen.

Weitere 200.000 Euro sollen im nächsten Jahr in den Berufskolleg-Standort in Attendorn investiert werden. Dort soll ein „TECC-Lab“ entstehen, ein Unterrichtsraum mit Labor-Charakter, der insbesondere für praktische Übungen bei Ausbildungsberufen im Metallbereich eingesetzt werden könne. Die Abkürzung TECC steht für die englischen Begriffe Technology (Technologie), Education (Bildung), Construction (Konstruktion/Montage) und Collaboration (Zusammenarbeit).

Mit den verbleibenden 800.000 Euro soll die Ausstattung aller Schulen in Trägerschaft des Kreises – neben dem Berufskolleg sind dies das Weiterbildungskolleg und drei Förderschulen – verbessert werden. Es sollen neue PCs angeschafft werden, aber auch zusätzliche elektronische Tafeln und andere digitale Arbeitsgeräte. Mit 100.000 Euro wird das WLAN an den Förderschulen ausgebaut.

Notebooks für Lehrer und Schüler

Der Kreisausschuss hat das Maßnahmenpaket bereits mit einem einstimmigen Votum auf den Weg gebracht, so dass eine Zustimmung des Kreistags als sicher gelten darf.

Gleiches gilt für die Ausstattung der Lehrer mit mobilen Endgeräten, für die der Kreis Olpe knapp 150.000 Euro aus Fördermitteln der Landesregierung erhalten hat. Nach einer Abfrage bei den Schulen sollen so schnell wie möglich 297 Notebooks beschafft werden.

Bei der Anschaffung von Tablets oder Laptops sollen auch Schüler aus wirtschaftlich schwächer gestellten Familien unterstützt werden. Auch dafür kann der Kreis auf Fördermittel zurückgreifen. Zur Verfügung stehen 215.000 Euro. Der Bedarf an den Schulen werde derzeit ermittelt. Anschließend soll mit den Schulleitungen abgestimmt werden, für welche Schüler welche Endgeräte angeschafft werden.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben