Geburtsrate

Kreis Olpe: Hochbetrieb in den Kreißsälen

Der kleine Julius kam am 22. Dezmeber 2017 um 19.07 Uhr in der Helios Klinik Attendorn mit Traummaßen auf die Welt: 3700 Gramm schwer und 57 Zentimeter groß.

Foto: privat

Der kleine Julius kam am 22. Dezmeber 2017 um 19.07 Uhr in der Helios Klinik Attendorn mit Traummaßen auf die Welt: 3700 Gramm schwer und 57 Zentimeter groß. Foto: privat

Kreis Olpe.   Geburtszahlen im Kreis Olpe steigen. St. Martinus-Hospital in Olpe zählt 110 Kinder mehr als im Vorjahr. In Attendorn kommt 500. Kind zur Welt.

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Julius wiegt 3700 Gramm, ist 57 Zentimeter groß (oder klein) und heute um 19.07 Uhr genau eine Woche alt. Und er ist das 500. Baby, das in diesem Jahr in der Helios Klinik in Attendorn das Licht der Welt erblickte. Der kleine Esloher trägt mit dazu bei, dass die Geburtenrate in Attendorn bis zum Neujahrstag in etwa so hoch sein wird wie 2016.

Ende letzten Jahres waren insgesamt 510 Kinder in der Attendorner Klinik zur Welt gekommen, sagt Tobias Pott, Sprecher der dortigen Helios Klinik. „Die Zahl ist lange Zeit gesunken, jetzt geht sie wieder rauf. In den letzten Jahren sind die Geburtszahlen in unserer Klinik gestiegen.“, so Pott.

110 Kinder mehr als im Vorjahr in Olpe

Diesen Trend bestätigt auch Dr. Jürgen Schwickerath, Chefarzt der Frauenklinik des St. Martinus-Hospitals in Olpe. Dort hat es im Jahr 2017 bisher 785 Geburten gegeben, das sind 110 mehr als im Jahr 2016 (675). Davon sind etwa 55 Prozent Jungen und 45 Prozent Mädchen. Den Grund für den Zuwachs sieht der Chefarzt in der allgemein guten wirtschaftlichen Situation in Deutschland: „Der Region geht es sehr gut, die Arbeitslosenquote ist verschwindend gering. Da geht der Trend eher zum zweiten oder dritten Kind. Mehr zugereiste Menschen sind nicht der Grund.“

Hebammen wollen keine Schichtdienste machen

Geburtsstationen, die in Südwestfalen in den vergangenen Monaten geschlossen wurden, machten sich im Kreis Olpe nicht bemerkbar, so Schwickerath. „Hier in der Region sind alle Abteilungen der letzten Jahre noch existent“, sagt der Arzt. Dagegen sei die Problematik um die Hebammen in den Kliniken schon spürbar, bestätigen sowohl der Arzt aus Olpe, als auch der Klinik-Sprecher aus Attendorn.

„Es gibt viele Hebammen, die möchten aber nicht mehr diese Schichtdienste machen, dafür ist die Bezahlung einfach zu schlecht. Das Stichwort lautet Work-Life-Balance“, sagt Schwickerath. „Hebammen sind mittlerweile seltene Mitarbeiterinnen, aber das ist ja ein allgemeines Problem mit Pflegepersonal im Gesundheitswesen“, so Pott.

Lennestadt löst Problem durch MVZ

In Altenhundem konnte die Geburtshilfe am St. Josefs-Hospital gerettet werden und wird sogar ausgebaut. Die Lösung ist die Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) in Lennestadt. Belegärzte unterstützen dort die Mediziner und sichern damit die gynäkologische Versorgung im Ostkreis. Insgesamt 350 Kinder wurden 2016 in Altenhundem geboren, bis Ende 2017 rechnet das Krankenhaus mit rund 500 Babys.

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