Literatur

Kreis Olpe: Künstlerinnen erklären Corona im Bilderbuch

Renate Straßburger (links) und Steffi Gräve-Lütticke.

Renate Straßburger (links) und Steffi Gräve-Lütticke.

Foto: Verena Hallermann

Ottfingen/Drolshagen.  Renate Straßburger hat eine Geschichte über „Coro, der Floh“ geschrieben. Sie erklärt Corona mit Humor. Bilder sind von Steffi Gräve-Lütticke.

Coro ist ein Floh. Ein ziemlich vorwitziger sogar. Er liebt das Ausspähen und das Entdecken. Man könnte sagen, er steckt seine Floh-Nase einfach gern überall rein. Jedenfalls ist er der Held in der Bilderbuch-Geschichte von Renate Straßburger. Seinen Namen trägt Coro natürlich nicht ohne Grund. Mit Hilfe des kleinen Insektes wird die Corona-Krise auf humorvolle und kinderfreundliche Art und Weise thematisiert. „So schlimm die Situation auch ist, man darf sich nicht unterkriegen lassen“, erklärt die Autorin. Und genau das vermittelt sie in ihrer Geschichte.

Renate Straßburger ist 69 Jahre alt und lebt in Ottfingen. Sie ist pensionierte Grundschullehrerin, hat früher Kunst unterrichtet und ist Mutter von drei Töchtern und fünf Enkelkindern. Sie ist künstlerisch aktiv, stellt Skulpturen her und malt Bilder. Und auch das Schreiben ist eine Leidenschaft von ihr. Sie hat schon einige Geschichten geschrieben, die allerdings nicht veröffentlicht wurden. „Coro, der Floh“, ist ihre neuste Geschichte, für die ie derzeit noch einen Verlag sucht. „Ich wollte die Situation aus einem anderen Blickwinkel darstellen“, erklärt Renate Straßburger. „Es sollte nicht belehrend sein, sondern Spaß machen, aber gleichzeitig die Gefahr zum Ausdruck bringen.“

Die Geschichte spielt im Sauerland. Es ist Frühling, die Sonne lacht, die Natur zeigt sich in voller Schönheit. Coro, der Floh hüpft munter umher, an seiner Seite hat er seine Freundin Cora. Cora ist ein bisschen vorsichtiger als Coro, ist aber die bessere Hüpferin. Im Sonnenschein üben sie gerade Hoch- und Weitsprung. So landen sie plötzlich auf einer Fensterbank und schauen in eine Nähstube. Wozu diese weißen Stofflappen wohl sind, fragen sie sich. Und warum hat die Frau Sorgenfalten auf der Stirn?

Mit jeder Menge Witz und Humor

Die Idee für die Geschichte kam Renate Straßburger, die eheramtlich für die Caritas tätig ist, beim Nähen von Mundschutzen. Angeregt von einer Künstlerin aus Heid, die aufgerufen hatte, in der Krisen-Situation, Geschichten für Senioren zu schreiben, dachte sich Renate Straßburger, die Thematik in ein Bilderbuch zu verpacken. Dafür hat sie sich Unterstützung geholt. Und zwar von ihrer langjährigen Freundin Steffi Gräve-

Lütticke, eine freischaffende Künstlerin aus Drolshagen. Die 56-Jährige hat die Illustrationen für die Geschichte gefertigt – und zwar mit jeder Menge Witz und Humor. „Zwei bis drei Wochen habe ich daran gearbeitet“, erzählt sie und strahlt. „Wir hatten sehr viel Spaß dabei.“ Steffi Gräve-Lütticke, die sich mit ihrer Kunst nicht nur in Drolshagen bereits einen Namen gemacht hat, hat bereits das nächste Buch-Projekt am Laufen. Mehr möchte sie aber noch nicht verraten.

Jetzt hoffen die Freundinnen, einen Verlag für „Coro, der Floh“ zu finden. Die Versuche blieben bislang erfolglos. „Wir bleiben optimistisch“, sagt Renate Straßburger. „Es ist tatsächlich schwierig, eine Chance zu bekommen.“ Aber einen Erfolg gibt es bereits. Die Geschichte rund um Coro und Cora soll in zwei Jahren einen Platz in der Corona-Ausstellung des Sudsauerlandmuseums in Attendorn bekommen.

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