Heimatcheck

Sicherheit: So wertet Polizei Olpe das Heimatcheck-Ergebnis

Die Sicherheitslage im Kreis Olpe bewerten die Teilnehmer als gut bis befriedigend. Die Kreispolizeibehörde ist bemüht, dass es auch genauso bleibt.

Die Sicherheitslage im Kreis Olpe bewerten die Teilnehmer als gut bis befriedigend. Die Kreispolizeibehörde ist bemüht, dass es auch genauso bleibt.

Foto: FUNKE Foto Services

Kreis Olpe.  Die Menschen in Finnentrop und Attendorn fühlen sich kreisweit am unsichersten. Doch die Kriminalitätsstatistik gibt ein anderes Bild ab.

Fragen zum Sicherheitsgefühl seien meistens eine Momentaufnahme und immer abhängig von der aktuellen Situation sowie der medialen Aufbereitung, sagt Michael Klein, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde Olpe.

Dies würden die Erfahrungen der polizeilichen Arbeit aus den vergangenen Jahren zeigen. „Sofern das Ergebnis Ihrer Zeitungsumfrage repräsentativ ist, kann es aus unserer Sicht grundsätzlich positiv bewertet werden. Die Noten aus den Kommunen weichen aus unserer Sicht nur wenig voneinander ab und liegen im guten bis befriedigenden Bereich“, so Klein.

Die gefühlte Sicherheit korrespondiere nur zum Teil mit der polizeilichen Kriminalstatistik. Ein Kriterium zur Ermittlung der tatsächlich gemessenen Situation in den Kommunen sei die sogenannte Kriminalitätshäufigkeitszahl (KHZ). Hier wird dargestellt, wie viele bekannte Straftaten auf 100.000 Menschen erfasst wurden. In Olpe (5804) ist diese Zahl am höchsten, danach kommen Attendorn (4612) und Lennestadt (4093). Nach Finnentrop (3196) folgen die anderen Kommunen auf relativ gleichem Level (ca. 2900).

Sicherheitsgefühl hängt von vielen Faktoren ab

„Zurzeit haben wir im Kreis Olpe keine Angsträume identifiziert, die sich als Kriminalitätsbrennpunkt erwiesen hätten. Sofern Bürgerinnen und Bürger Hinweise zu Kriminalität oder zu Unsicherheitsfaktoren haben, nehmen wir diese gerne entgegen“, sagt der Polizeisprecher.

Falls sich Kriminalitätsbrennpunkte oder Angsträume ergeben würden, würden von der Polizei unmittelbar Maßnahmen getroffen: „Besonders die polizeiliche Präsenz und auch repressives Vorgehen bei kriminellem Verhalten sind wirkungsvolle Mittel, um Sicherheit zu bewahren und auch das Sicherheitsgefühl zu stärken.“

Zur Frage, ob es in Attendorn und Finnentrop Straftaten gegeben habe, die den Menschen im Gedächtnis geblieben sind und es dort deshalb eine schlechtere Beurteilung beim Heimatcheck gegeben habe, meint Klein: „Das Sicherheitsgefühl der Menschen wird nicht nur durch Straftaten in ihrem unmittelbaren Umfeld, sondern generell durch Nachrichten in den Medien nachhaltig geprägt. Auch Berichte zu Delikten aus anderen Regionen können Ängste auslösen, wenn sie auf die eigene Situation reflektiert werden. Nach unseren Erfahrungen wirken sich dabei Kapitaldelikte oder Straftaten im öffentlichen Raum grundsätzlich stärker auf das Sicherheitsgefühl aus als zum Beispiel Ladendiebstahl.“

Polizei bietet Einbruchsberatung an

Auch das Thema Wohnungseinbruchsdiebstahl habe in der Vergangenheit für sehr viel Unruhe in der Bevölkerung gesorgt. Schon seit vielen Jahren biete die Kreispolizeibehörde Olpe Einbruchsberatungen an: „Dabei gehen unsere Präventionsprofis nicht nur auf technische Möglichkeiten der Absicherung der eigenen Wohnung ein. Sie erklären auch, wie Einbrecher vorgehen.“ Anfragen sind unter der Telefonnummer 02761-9269-6131 (Michael Meinerzhagen) möglich.

„Was konkret bei den Teilnehmern der Befragung im Gedächtnis geblieben ist und deren Sicherheitsempfinden beeinflusst hat, können wir nicht sagen“, so Michael Klein.

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