Kunstclub bietet kreativen Raum für Gefühle

Heid.   Sich kreativ mit etwas auseinanderzusetzen, was man oft gar nicht sehen kann, das plante der Kunstclub Oberes Biggetal. Ein Team aus sechs Erwachsenen veranstaltete einen Workshop für zwölf Teenager zum Thema „Gefühle“. Die Ergebnisse des Workshops sollen bei der Lesung von Nina Hoffmann auf der Heider Kunsttour eine Kulisse sein für „die Rollstuhlfahrerin, die fliegen kann“.

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Sich kreativ mit etwas auseinanderzusetzen, was man oft gar nicht sehen kann, das plante der Kunstclub Oberes Biggetal. Ein Team aus sechs Erwachsenen veranstaltete einen Workshop für zwölf Teenager zum Thema „Gefühle“. Die Ergebnisse des Workshops sollen bei der Lesung von Nina Hoffmann auf der Heider Kunsttour eine Kulisse sein für „die Rollstuhlfahrerin, die fliegen kann“.

In der Pfingstwoche war eine Gruppe von 13- bis 16-jährgen Jugendlichen von der Künstlerin Ilona Weber ins Café Noir eingeladen worden.

„Wo im Körper drückt Enttäuschung?“ oder „Wie fühlt sich Freude im Bauch an?“ das fragte die Kölner Sozialpädagogin Nina Hoffmann bei der Begrüßung. Die intensiveren Gespräche fanden in Kleingruppen statt, und wurden durch die Studentinnen Theresa Schneider (Iseringhausen) und Clara Kiemann (Heid), die Abiturientinnen Lena Bender (Berlinghausen)und Luisa Schneider (Halbhusten) begleitet.

Von der Wichtigkeit des Projektes war auch die Sparkasse Olpe überzeugt und ermöglichte die Finanzierung. Gefühle und gesunde Werte werden oft beschämend vernachlässigt. Daraus resultiert, dass Stress und Überforderung oder sogar Depressionen im jugendlichen Alter zum Thema werden. Ilona Weber erklärt: „Mit diesem Rahmen wollten wir unterdrückten, Gefühlen Raum geben.“

Nina Hoffmann freut sich über die gemeinsame Arbeit. Auch ihr ist „der schwarze Hund“ nicht unbekannt, so wie der Australier Matthew Johnstone die Depression in seinem Bilderbuch nennt. Inspiriert durch die Bilder des australischen Autors und Illustrators malten die Jugendlichen Bilder zu dunklen und zwiegeteilten Gemütszuständen. Die meditative Stimmung bei dieser Aktion vertiefte der 16-jährige Marius Rameil mit einigen getragenen Stücken auf seinem E-Piano.

Lustig und angenehm wurde es dann, als es am 2. Tag um die großen Glücksgefühle ging, Freude und Begeisterung– so entstanden am 2. Kurstag freudige und lebensfrohe Malereien.

Vernissage am Mittwoch

„Gefühle malen… Dinge, die man nicht sehen kann… Ik wüll, ik sö et! (plattdeutsch: Ich wollte, ich sähe es)“ lautet das Thema der Ausstellung.

Die Werke werden am 12. Juli bei einer Vernissage in den Räumen der Sparkasse Wenden erstmals präsentiert.

Mit Freude erwarten die Kursteilnehmer und der Kunstclub den 6. August, wenn sich im Freiluftatelier in Heid eine Künstlerin präsentiert, die kaum noch ihre Hände und Beine für große Kunststücke gebrauchen kann. Neben zahlreichen Malern und Musikern liest dann die 32 jährige gebürtige Halbhustenerin Nina Hoffmann aus ihrem Leben.

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