Theater

Laienspielschar Serkenrode 1890 zeigt „Die Bierverschwörung“

„Die Bierverschwörung“ heißt der Schwank, der am Samstagabend  bei den 130 Zuschauern die Lachmuskeln anspannte.

„Die Bierverschwörung“ heißt der Schwank, der am Samstagabend  bei den 130 Zuschauern die Lachmuskeln anspannte.

Foto: Meinolf Lüttecke

Serkenrode.  Rund 130 Zuschauer kamen zu der Vorführung der Laienspielschar Serkenrode. Das Stück „Die Bierverschwörung“ ist ein Schwank in drei Akten.

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Es ging hoch her bei der „Bierverschwörung“ am Samstagabend in Serkenrodes guter Stube. Den Schwank der Laienspielschar Serkenrode besuchten 130 Zuschauer. Ein großer Teil der Besucher war junges Publikum. Ein Lustspiel hat ergo auch heute noch Anziehungskraft bei allen Altersschichten, so wie in vergangenen Zeiten die Fernsehübertragungen des Ohnsorg- und Millowitsch-Theaters Straßenfeger waren. Und die Laienschauspieler, sieben kommen aus Serkenrode, zwei aus Schönholthausen und einer aus Schliprüthen, standen den damaligen großen Volksschauspielern eigentlich in nichts nach.

Text und Gag saßen. Darauf legte Regisseurin Angelika Munkelwitz bei den Proben auch großen Wert. Die Theke war die Kulisse des Schwanks in drei Akten von Matthias Loll. Der Autor hat sogar sein Kommen für die letzte Vorstellung am 25. Januar zugesagt. Die Eckkneipe „Zum Krug“ war Ort des Geschehens. Carsten Bier, der Wirt der heruntergekommenen Wirtschaft, zapft hier seit 12 Jahren, drei Monaten und 12 Tagen den blonden Gerstensaft. Doch der Wirt erfuhr aus zuverlässiger Quelle, dass das Gesundheitsamt unangemeldet prüfen wollte. Und da gingen bei dem Wirt die Alarmglocken, denn Kakerlaken und Mäuse gehörten unter anderem zu den Mitbewohnern in der Kneipe, die auch als „Ameiseneinkaufszentrum“ bezeichnet wurde.

Eine herrliche Verwechslung

Das gesamte Team vom „Krug“ wurde jetzt eingespannt, damit die Kneipe in einen ordentlichen Zustand versetzt wurde und die hohen Auflagen des Amtes erreicht werden konnten. Andernfalls besteht die große Gefahr, die Kneipe an den Trinkhallenbesitzer und Großkotz Kai Pirinha zu verlieren, der schon lange ein Auge auf den „Krug“ geworfen hat. Blöd nur, dass plötzlich die Kleinkriminelle Britt Burger, die sich erst einmal durchessen und –trinken wollte und anschließend den Kneipenbesitzer eines nicht geringen Betrages beraubte, auftauchte. Sie mimte die Beamtin des Gesundheitsamtes. So nimmt das Verwechselspiel seinen vergnüglichen Verlauf und der richtige Gesundheitsinspektor Dr. Riesling wurde als der Betrüger gehalten.

Dazwischen tauchte dann noch die Vertreterin von Spirituosen, Maria Kron, auf, die versehentlich Willi Strothmann als den Wirt hielt und mit ihren Sprüchen wie „Zwischen Leber und Milz ist immer noch Platz für‘n Pilz“ die Lachmuskeln der Zuschauer anspannte. Aber es klärte sich alles im turbulenten dritten Akt auf und Gesundheitsinspektor Dr. Riesling wollte „bei dem Saftladen noch einmal beide Augen zudrücken“. Die Besucher waren begeistert und zollten den Laienspielern, die teilweise über viele Jahre Bühnenerfahrung besitzen, einen tollen Schlussapplaus.

Die Darsteller

Die zehn Darsteller sind: Thorsten Jagusch (Carsten Bier), Vanessa Schulte (Olivia Bier), Ferdinand Funke (Martin Remy), Tim Wullenweber (Willi Strothmann), Michaela Schulte (Franziska Nehr), Victoria König (Britt Burger), Stefan Adami (Dr. Riesling), Martin Schneider (Kai Pirinha), Esther Bönninghoff (Maria Kron) und Gitta Güthe (Klara Korn). Als Souffleur fungierten Heiko Kathol, Petra Schmitt-Degenhardt, Christiane Bolzenius und Susan Bausen. Für alles rund um die Bühne sorgten Stefan Schmitt-Degenhardt, Andre Feldmann und Christian König.

Bereits im September des vergangenen Jahres begannen die Vorbereitungen bei einem Grillabend. Dann trafen sich die Aktiven einmal pro Woche zum Buch lesen. Es folgte eine Intensivprobe einen ganzen Tag lang. Ab dem Monat November wurde zweimal pro Woche geprobt. Die Vorstellung am 18. und 25. Januar sind bereits ausverkauft.

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