Wolf

Lanuv alarmiert: Schulklasse stößt auf möglichen Wolfsriss

Bestätigt ist er im Sauerland schon, nun hat er vermeintlich auch in Valbert zugeschlagen: der Wolf (hier ein Symbolbild).

Bestätigt ist er im Sauerland schon, nun hat er vermeintlich auch in Valbert zugeschlagen: der Wolf (hier ein Symbolbild).

Foto: Ingo Wagner / dpa

Meinerzhagen.  In einem Waldgebiet im Märkischen Kreis wurde ein Reh gerissen. Übeltäter könnte ein Wolf sein. Das Überraschende: die Nähe zur Stadt.

So stellte sich eine Schulklasse ihren Start in der Jugendherberge in Valbert, in der Nähe von Meinerzhagen, sicherlich nicht vor. Kurz nach der Anreise am Montag stießen die Jugendlichen im Wald auf die Überreste eines gerissenen Rehs. „Das Tier ist wohl in der Nacht von Sonntag auf Montag gestorben“, weiß Alexander Klamp, Mitarbeiter des Ordnungsamt Meinerzhagen, der im Anschluss verständigt wurde und sich das Tier genauer anschaute: „Es war noch sehr frisch.“

Die Art der Verletzungen lässt die Vermutung zu, dass das Reh durch einen Wolf oder einen Hund gerissen wurde. Ob es ein wilderner Hund, oder aber ein Wolf war, das lässt sich anhand der Spuren noch nicht genau bestimmen „Das ist Aufgabe der Experten, die eine Bestimmung anhand von Analysen vornehmen. Wir haben uns deshalb mit dem Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (Lanuv) in Verbindung gesetzt und den Wolfsbeauftragten Hans Obergruber aus Lüdenscheid mit hinzugezogen“, erklärt Klamp. Der Experte nahm eine DNA-Probe. „Das Ergebnis kann einige Wochen dauern“, weiß Wilhelm Deitermann von der Pressestelle des Lanuv und ergänzt: „Alle Proben die eingehen werden zentral im Senckenberg Forschungsinstitut in Frankfurt bearbeitet.“

Doch wie geht es weiter, sollte sich die Wolfs-Theorie bestätigen? „Es wäre für uns jetzt nicht die größte Überraschung“, ist Alexander Klamp nicht zu nervös vor dem Ergebnis und ergänzt: „Wir haben schon zwei bestätigte Wolfssichtungen bei uns. So ist das im Sauerland.“ Das einzige, was ihm zu denken gibt, ist der Ort des Fundes: „Das ist schon sehr nah an der Stadt.“

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