Wohngut Saalhausen

Lennebrücke bleibt ein Knackpunkt

Bürgerversammlung Saalhausen zum Thema Seniorenresidenz Wohngut Saalhausen

Foto: Volker Eberts

Bürgerversammlung Saalhausen zum Thema Seniorenresidenz Wohngut Saalhausen Foto: Volker Eberts

Saalhausen.   Die Saalhauser Bürger können mit einer neuen Seniorenresidenz in ihrem Ort leben, das ist das Fazit einer Bürgerversammlung im Luftkurort.

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Lennestadts Luftkurort bekommt eine Seniorenresidenz. Nach der öffentlichen Bürgerversammlung am Dienstag Abend wäre alles andere eine Überraschung. Jedenfalls signalisierten die mehr als 200 Bürger im Kur- und Bürgerhaus, dass sie mit dem 12-Millionen-Euro-Projekt leben könnten. Aber einige Fragen sind noch ungeklärt, vor allem die Zufahrt über die einspurige Lennebrücke ist ein Knackpunkt.

Wolfgang Hilleke, der im Auftrag von Investor Volksbank Bigge-Lenne das Projekt leitet, stellte das Vorhaben wie im Bauausschuss vor 14 Tagen im Detail vor (wir berichteten) und erntete dafür sogar den Applaus vieler Bürger. Sein Fazit: Die Wohnanlage werde die Nutzung der Freizeiteinrichtungen Kur- und Bürgerhaus, Naturbad und Sportplatz nicht einschränken und den Ort bereichern.

Die zusätzliche Verkehrsbelastung durch die Bewohner, Mitarbeiter und den Zulieferverkehr werde sich auf die jetzige Situation nicht auswirken. Da dies im Fachausschuss bezweifelt wurde, hatten die Planer die errechneten Fahrzeugbewegungen noch einmal mit den Zahlen anderer Einrichtungen verglichen. Hilleke: „Ich glaube, dass unsere Zahlen belastbar sind. Wir gehen von insgesamt 90 Fahrzeugbewegungen pro Tag durch unsere Einrichtung aus.“

Erst vor vier Jahren saniert

Ob auch die einzige Zuwegung über die Lennebrücke die Gesamtbelastung aufnehmen kann, ist umstritten. Über die einspurige Brücke, die erst 2013 saniert und verstärkt wurde, läuft heute nicht nur der gesamte Verkehr von und zu den Freizeiteinrichtungen. Auch Feuerwehr und Schule müssen über diese Brücke und demnächst zusätzlich der Verkehr zum Wohngut. Andreas Verbeek: „Die Brücke bleibt ein Problem.“ Paul Börger: „Das gibt Rückstaus bis auf die Bundesstraße.“

Wäre eine zweispurige Brücke besser gewesen? Diese Frage schwebte im Raum. Bürgermeister Stefan Hundt: „Wir haben die Brücke nicht neu gebaut, weil wir kein monströses Bauwerk wollten, das weit in die Parkplatzflächen hineingeragt hätte.“ Hundt versprach mit dem Landesbetrieb Straßen NRW über eine Entschärfung der Ein- und Ausfahrt an der B 236 zu sprechen. Und mehr noch: „Wir müssen uns den ganzen Ort vornehmen“, so Hundt.

Denn nach der Fertigstellung des TalVitals hat sich der Tagestourismus nach Berechnungen der Wohngut-Planer so gut wie verdreifacht. Das bedeutet: An den Wochenenden wird oft der gesamte Ortskern zugeparkt. Alt-Bürgermeister Alfons Heimes stimmte zu: „Durch das Wohngut haben wir die Chance, dass diese Dinge jetzt angepackt werden.“ Problematisch sehen einige Bürger den Schulweg über die schmale Brücke, besonders während der zweijährigen Bauzeit.

Die Brücke jetzt zweispurig auszubauen, davon hält Bürgermeister Hundt nichts. Die einspurige Brücke trage auch zur Verkehrsberuhigung bei. Möglich sei aber eine Verbreiterung der Kappen, also der Fußgängerwege, auf der Brücke. Wenn die Details geklärt sind, will die Stadt die Bürger informieren.

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