Teilhabe

Lennestadt: Barrierefreiheit gewinnt an Bedeutung

Jürgen Dolle (rechts, mit Friedhelm Hoffmann, dem früheren Behindertenbeauftragten des Kreises) ist Sprachrohr der Menschen mit Behinderungen in Lennestadt und Umgebung.  

Jürgen Dolle (rechts, mit Friedhelm Hoffmann, dem früheren Behindertenbeauftragten des Kreises) ist Sprachrohr der Menschen mit Behinderungen in Lennestadt und Umgebung.  

Foto: Volker Eberts / EBE

Lennestadt.  Der Örtliche Unterstützerkreis zieht eine positive Bilanz seiner Arbeit. Die Politik habe die Wichtigkeit der Barrierefreiheit erkannt.

Die Themen Barrierefreiheit und Inklusion gewinnen an Bedeutung. Davon zeigt sich Jürgen Dolle, Sprecher des örtlichen Unterstützerkreises (ÖUK) in Lennestadt, überzeugt. Die Politik habe erkannt, wie wichtig barrierefreie Angebote in einer älter werdenden Gesellschaft seien. Das zeigen die ausführlichen Antworten von drei der bislang vier im Rat vertretenen Parteien auf einen Fragenkatalog des ÖUK. „Mit den Fraktionen im Rat haben wir Partner, die uns dabei ganz wesentlich unterstützen, Lennestadt in den nächsten Jahren immer barrierefreier zu gestalten.“

Viele kleine Erfolge

Gregor Schnütgen, Fraktionsvorsitzender der CDU, stellt zunächst die bisherigen Erfolge in den Vordergrund: Bordsteinkanten seien abgesenkt worden, der barrierefreie Umbau der Bushaltestellen im Stadtgebiet schreite voran, Schützenvereine würden unter anderem beim Einbau behindertengerechter Sanitäranlagen durch ein städtisches Schützenhallen-Programm unterstützt. Auch beim geplanten Umbau des städtischen Museums in Grevenbrück werde auf Barrierefreiheit besonderen Wert gelegt.

Heinz Vollmer, Chef der SPD-Fraktion, hält es grundsätzlich für geboten, allen Menschen eine umfängliche Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Einen besonderen Schwerpunkt legt er auf eine barrierefreie Infrastruktur, zu dieser würden Straßen, Gehwege, Gebäude, aber auch digitale Infrastruktur gehören. „Ganz konkret wollen wir als SPD im Kontakt mit den Menschen vor Ort Defizite aufdecken und für möglichst schnelle, am besten unbürokratische Abhilfe sorgen. Dabei kann dem örtlichen Unterstützerkreis eine zentrale Rolle zukommen.“

Weitere Gespräche

Der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Gregor Kaiser, teilt mit: „Wir wollen, dass alle Menschen am gesellschaftlichen Leben gleichberechtigt und selbstbestimmt teilhaben und partizipieren können.“ Die Bedingungen, die dafür geschaffen werden müssen, seien aber sehr unterschiedlich. Seheingeschränkte Personen etwa hätten andere Ansprüche als Rollstuhlfahrer. Für ihn habe die Mitwirkung der Betroffenen bei den Planungen eine zentrale Bedeutung. Jürgen Dolle: „Als ÖUK werden wir auch weiterhin im Gespräch mit der Politik und vielen anderen die Barrierefreiheit unserer Kommune voranbringen.“

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