Löschgruppenfahrzeug

Lennestadt: Feuerwehr braucht neues Fahrzeug - nur wann?

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Das 25 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug muss durch eine Neuanschaffung ersetzt werden.

Das 25 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug muss durch eine Neuanschaffung ersetzt werden.

Foto: Sebastian Luenenstrass

Bilstein.  Nach 25 Jahren hartem Einsatz hat der Zahn der Zeit seine Spuren an dem Siebeneinhalbtonner der Bilsteiner Wehr hinterlassen.

Die Feuerwehr Bilstein benötigt ein neues Fahrzeug. Die Stadtverwaltung von Lennestadt hat einen Beschluss vorbereitet, um das vorhandene Löschgruppenfahrzeug (LF10) durch eine adäquate Neuanschaffung zu ersetzen. Kein Wunder: Das vorhandene Exemplar steht fünf Jahre vor der möglichen Erteilung eines H-Kennzeichens, das zertifizierte Oldtimer schmückt. In der Kategorie „Youngtimer“ dürfte das LF10 schon bei Oldtimertreffen antreten, weil hier ein Mindestalter von 20 Jahren vorgegeben ist: Der Mercedes-Benz ist bereits ein Vierteljahrhundert alt, und bei der jüngsten Hauptuntersuchung hat der TÜV der Feuerwehr dringenden Instandsetzungsbedarf ins Lastenheft geschrieben.

Wie aus der Beschlussvorlage des Ausschusses für Schule, Kultur, Sport und Soziales hervorgeht, der am Dienstag über die Ersatzbeschaffung berät, hat die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Lennestadt bereits 2018 darüber informiert, dass der Fahrzeugbestand in Teilen überaltert sei und aufgrund des stetig steigenden Reparaturbedarfs nach und nach erneuert werden müsse. Seitdem wurden bereits Ersatzbeschaffungen für die Einheiten Kickenbach, Maumke, Halberbracht und Oberelspe beschlossen. Das Bilsteiner Löschgruppenfahrzeug 10 weist laut TÜV „erhebliche Durchrostungen an der Karosserie und am Fahrzeugaufbau“ auf, hohe Instandhaltungskosten würden anstehen. „Aus den vorgenannten Gründen ist eine Ersatzbeschaffung unumgänglich“, heißt es in der Beschlussvorlage, und weil dafür ein aufwendiges europäisches Ausschreibungsverfahren „einschließlich einer zu erwartenden langen Lieferzeit der Fahrzeuge“ nötig ist, soll eine Auftragsvergabe frühzeitig erfolgen.

Auch der Preis ist nur geschätzt

In den Ausschreibungsunterlagen für das Fahrzeug wird eine Lieferzeit von stolzen 18 Monaten vorgegeben, und aufgrund der aktuellen wirtschaftlichen Lage könnten die Hersteller noch nicht einmal zusagen, dass diese Vorgabe eingehalten wird. Nach aktuellen Erfahrungen sei von einem Anschaffungspreis in Höhe von etwa 320.000 Euro auszugehen. „Auch hier ist die Marktlage derzeit unübersichtlich“, so die wenig optimistische Auskunft der Stadtverwaltung, die damit mögliche Kostensteigerungen andeutet. Der Zustand des Fahrzeugs lasse aber eine zeitliche Verschiebung der Ausschreibung nicht zu.

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Im Haushaltsplan ist die Anschaffung als Verpflichtungsermächtigung vorgesehen. Die Verwaltung wird im laufenden Jahr einen neuen Brandschutzbedarfsplan vorlegen, aus dem die notwendige Ersatzbeschaffung der Feuerwehrfahrzeuge in den kommenden fünf Jahren hervorgehen wird.

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