Auszeichnung

Lennestadt: Hannah Dröge gewinnt Informatik-Preis

Im kleinen Rahmen übergab Johannes Truttmann, Leiter Informationsverarbeitung Krombacher Brauerei, Hauptpreisträgerin Hannah Dröge, Christian Bender (links) und Markus Plack (rechts) ihre Urkunden für den Krombacher IT-Preis.

Im kleinen Rahmen übergab Johannes Truttmann, Leiter Informationsverarbeitung Krombacher Brauerei, Hauptpreisträgerin Hannah Dröge, Christian Bender (links) und Markus Plack (rechts) ihre Urkunden für den Krombacher IT-Preis.

Foto: Privat / WP

Kirchveischede/Siegen.  Hannah Dröge aus Kirchveischede bekam für ihre Forschung in der digitalen Medizin den Krombacher IT-Preis.

Bis vor einigen Monaten kannte Hannah Dröge aus Kirchveischede „Krombacher“ vor allem nur als heimische Biermarke. Jetzt hat die Informatik-Studentin an der Uni Siegen einen ganz anderen Bezug zu der Marke. Die 25-Jährige hat den Krombacher-IT-Preis mit Auszeichnung (1500) gewonnen. Am Dienstag wurde der Preis im kleinen Kreis verliehen. Hannah Dröge entwickelte ein automatisches Verfahren, mit dem Herzklappen in Ultraschallvideos lokalisiert und visuell sichtbar gemacht werden können.

Sechs Monate lang arbeitete sie im Rahmen ihrer Masterarbeit in Los Angeles/USA an dem Algorithmus. „Die Universität in Los Angeles arbeitet eng mit einem Medical Center zusammen und hatte großes Interesse an diesem Thema“, erklärt Hannah Dröge.

Promotion geplant

In ihrer Freizeit spielte die IT-Spezialistin viele Jahre Trompete im Musikverein Bilstein und noch heute tanzt sie gern Standard und Ballett, wenn es die Zeit erlaubt. Die ist aber recht knapp, denn im Moment arbeitet sie an ihrer Doktorarbeit mit dem Titel „Unsupervised Mitral Valve Segmentation ​in Echocardiographic Videos based on ​Matrix Factorization“.

Neben Hannah Dröge wurden zwei weitere Preisträger geehrt, die je 750 Euro bekamen, sie stammen ebenfalls aus der Region. Der gebürtige Siegener Markus Plack konnte das Auswahlgremium mit seiner Arbeit zu einem Verfahren zur Auswertung von Twitter-Daten überzeugen, der Netphener Christian Bender erarbeitete eine Analysemethode für Verschlüsselungsverfahren.

48 Bewerbungen

Insgesamt 48 Abschlussarbeiten aus dem akademischen Jahr 2019/2020 wurden unter der Leitung von Prof. Dr. Holger Schönherr, Dekan der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät, unter die Lupe genommen. Bisher wurde immer nur ein Preisträger bedacht. „Sich nur auf eine Abschlussarbeit zu einigen, fiel dem Auswahlgremium nicht leicht. Daher haben wir uns dann dafür entschieden, den Preis auf drei Preisträger aufzuteilen“, erklärt Johannes Truttmann, Leiter Informationsverarbeitung der Krombacher Brauerei, die Entscheidung. Bei der Preisverleihung waren auch die begleitenden Professoren Prof. Dr. Michael Möller (Lehrstuhl für Computer Vision, Universität Siegen) und Prof. Dr. Roland Wismüller (Lehrstuhl für Betriebssysteme und verteilte Systeme, Universität Siegen) mit dabei.

Digitale Lösungen gefragt

„Auch die Herausforderungen, denen eine moderne Brauerei heutzutage begegnet, lassen sich häufig nur mit innovativen, digitalen Lösungen bewältigen“, erklärt Johannes Truttmann zur Intention des IT-Preises.

„Die Forschung stellt die wesentlichen Grundlagen für die Wirtschaft zur Verfügung, daher ist es uns ein besonderes Anliegen, den Nachwuchs der heimischen Universität für ihren Beitrag wertzuschätzen und nach den Anstrengungen auch zu belohnen.“

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