Hochwasser

Lennestadt: Hilfsaktion für Hochwasseropfer gestartet

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Noch immer benötigen viele Betroffene des Hochwassers auch in Lennestadt  Hilfe. Die Stadt hat mit den Firmen Hensel und Viega eine Hilfsaktion gestartet.

Noch immer benötigen viele Betroffene des Hochwassers auch in Lennestadt Hilfe. Die Stadt hat mit den Firmen Hensel und Viega eine Hilfsaktion gestartet.

Foto: Privat / WP

Lennestadt.  Für die Flutopfer in unserer Region starten Stadt und die Firmen Hensel und Viega eine Hilfsaktion. Das Hilfstelefon ist aktiv: 02723/608-222.

„Lennestadt hilft...“ Mit diesem Titel hat die Stadt zusammen mit den Unternehmen Hensel GmbH & Co. KG sowie der Firma Viegener GmbH & Co. KG aus Attendorn, die in Elspe ein Zweitwerk betreibt, eine Hilfsaktion für Betroffene des Hochwassers in der letzten Woche gestartet. Das Ziel ist, gezielt Spenden an die richtige Stelle zu bringen und auch mit Spendengeldern zu helfen, wo die Not am größten ist und das Geld dringend benötigt wird.

Die Organisatoren wissen, dass die Situation im Kreis Olpe mit der Lage in den Katastrophengebieten im Ahrtal und im Kreis Euskirchen in keinster Weise vergleichbar ist. „Aber auch hier gibt es betroffene Menschen, die nicht so gut vernetzt sind und die immer noch ohne Hilfe in ihren Wohnungen sitzen, so Bürgermeister Tobias Puspas.

So soll die Hilfe ablaufen. Die Stadt hat ein Bürgertelefon unter der Nummer 02723/608-222, e-mail: lennestadt-hilft@lennestadt.de, geschaltet. Hier nehmen die Mitarbeiter die Meldungen von Hilfesuchenden auf. Puspas: „Das müssen nicht die Betroffenen selbst sein, die sich vielleicht nicht trauen, das können auch die Nachbarn sein, die uns einen Tipp geben.“

Keine Sammelaktion

Unter der Nummer können sich aber auch Leute melden, die die bestimmte Sachspenden zur Verfügung stellen wollen für Menschen in Not. Puspas: „Wir wollen keine allgemeine Sammelaktion, sondern wir wollen diejenigen, die etwas Bestimmtes benötigen, mit denen zusammenbringen, der dieses haben und spenden möchten. Ich weiß, dass es auch bei uns Betroffene gibt, die nicht wissen, wie sie an eine Küche oder ein Kinderbett kommen, weil ihnen im Moment dafür die Mittel fehlen“, so der Bürgermeister.

Letztlich können auch alle das Hilfstelefon nutzen, die bei Reinigungsarbeiten, beim Aufräumen oder Renovieren helfen wollen, denn noch lange sei nicht alles passiert und alle Schäden beseitigt.

Idee von Firma Hensel

Die Idee zu der Aktion kam von der Firma Hensel, insbesondere von Oliver Mester, Betriebsratsvorsitzender der Firma Hensel, der als Oedinger das Hochwasser hautnah miterlebt hat und Personalleiter Holger Grafe: „Wir haben auch Betroffene unter unseren eigenen Beschäftigten, deshalb kam die Idee auf, wir müssen hier was tun.“ Schon 2002 half das Unternehmen beim Jahrhunderthochwasser in Grimma/Sachsen, wo das Altenhundemer Unternehmen eine Niederlassung hat.

Den Organisatoren ist klar, dass bei vielen Menschen nicht Sachspenden, sondern vor allem finanzielle Unterstützung helfen kann. Deshalb wurde ein Spendenkonto bei der Sparkasse ALK eingerichtet, auf das Geldspenden überwiesen werden kann. Die Firma Hensel und auch die Firma Viega GmbH & Co. KG haben als Grundstock bereits je 5000 Euro auf das Konto gespendet. Spenden sind steuerlich absetzbar, dafür reicht der Nachweis der Überweisung im Zusammenhang mit der Einkommenssteuererklärung. Eine extra Spendenquittung ist laut Erlass der Finanzbehörden nicht erforderlich. Holger Grafe: „Ich hoffe, dass wir mit der Firma Viega einen Dominoeffekt erzielen werden.“ Das heißt, dass viele Bürgerinnen und Bürger auf den Spendenzug aufspringen werden.

Wie das Geld dann verteilt wird, ist noch unklar. Puspas: „Wir wissen es noch nicht, wie wir das machen werden, wer wie viel bekommt. Wir wissen nur, dass die Hilfe dringend benötigt wird. Deshalb wollen wir jetzt loslegen.“

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