Orgelprojekt

Lennestadt: Kirchengemeinde Meggen verkauft 60 Orgelpfeifen

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Das Prospekt der Meggener Kirchenorgel wird auch in Zukunft die Bühne der St. Bartholomäus-Kirche zieren. 

Das Prospekt der Meggener Kirchenorgel wird auch in Zukunft die Bühne der St. Bartholomäus-Kirche zieren. 

Foto: Franz Bieker / WP

Meggen.  Die Sanierung der Kirchenorgel in Meggen soll 2022 abgeschlossen sein. Bei der Finanzierung soll ein Verkauf von 60 alten Orgelpfeifen helfen.

Eine gute Nachricht für die katholische Kirchengemeinde und den Ort Meggen insgesamt: Nach rund drei Jahren Planungsphase hat das Erzbischöfliche Generalvikariat grünes Licht für die grundlegende Überarbeitung und Erweiterung der Kirchenorgel in der St.-Bartholomäus-Kirche in Meggen gegeben. In den vergangenen zwei Jahren gab es eine intensive Abstimmung mit dem Erzbischöflichem Generalvikariat und dem Orgel-Sachverständigen des Erzbistums, Dr. Christian Vorbeck.

Die Planung

Der ursprüngliche Plan, eine gebrauchte und an anderem Standort nicht mehr verwendete Orgel zu erwerben und im Zuge einer Reorganisation in der Meggener Pfarrkirche einzubauen, wurde verworfen. Das nun beschlossene Konzept sieht den Erhalt, aber auch die grundlegende Überarbeitung und substanzielle Erweiterung der Orgel aus dem Jahr 1904 vor. Das Prospekt, also die Ansicht der Orgel, bleibt erhalten und das ursprünglich romantische Klangbild des Instrumentes, das durch verschiedene Umbauten im Laufe der Zeit teilweise verloren gegangen war, wird wieder hergestellt.

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Die Realisierung

Das Projekt „neue“ Orgel für Meggen geht damit nun endlich in seine Realisierung: mit den ersten Arbeiten wird noch in diesem Herbst begonnen, die Fertigstellung ist für den Spätherbst 2022 geplant. Die beauftragte Fachfirma „Tastenreich“ aus Pulheim plant das Projekt in zwei Bauabschnitten. Im ersten (Oktober / November 2021) soll die Orgel gründlich gereinigt und gewartet sowie drei weitere Register eingebaut werden. Im zweiten und aufwendigeren Bauabschnitt (Oktober / November 2022) wird u.a. der alte und baufällige Blasebalg der Orgel ausgebaut und durch mehrere kleinere Bälge ersetzt. Zudem werden weitere Register eingebaut und die komplette Elektrifizierung wird neu gestaltet.

Mit dieser großen „Renovierung“ und Aufwertung der Orgel erhält die Kirchengemeinde eine „Königin der Instrumente“, die die Kirchenmusik nicht nur für den liturgischen Bereich zukunftsfähig macht, sondern auch eine gute Basis darstellt, um mit kirchenmusikalischen Konzerten das kulturelle Leben in Meggen und Lennestadt weiter zu bereichern. Insbesondere auch der Kirchenchor freut sich über diese Zukunftsinvestition und wird sicherlich von der Neugestaltung der Orgel profitieren.

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Kosten

Die Kosten für das Projekt werden zwischen 190.000 und 200.000 Euro liegen. Aktuell liegt der Stand des Spendenkontos bei ca. 145.000 Euro; zusammen mit dem zugesagten Zuschuss des Erzbistums Paderborn von 15.000 Euro sind also etwa 160.000 Euro vorhanden. Die Kirchengemeinde und die Verantwortlichen in den Gremien sind zuversichtlich, dass die restlichen 30.000 bis 40.000 Tausend Euro durch weitere Spenden und Aktionen innerhalb des nächsten halben Jahres erreicht werden können.

Geplant ist auch eine Verkaufs-Aktion von Orgelpfeifen, die im Zuge der Arbeiten im November ausgebaut und nicht mehr benötigt werden. Hierfür werden etwa 60 Pfeifen zur Verfügung stehen, die in der Vorweihnachtszeit zum Verkauf angeboten werden, auf Wunsch auch mit individueller Gravur.

Gelegenheit, sich umfassend über das Orgel-Projekt zu informieren, besteht im Anschluss an den Fest-Gottesdienst zum 125-jährigen Kirchweih-Jubiläum am Samstag, 18. September, in der Meggener Pfarrkirche. Der Gottesdienst beginnt um 17 Uhr.

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