Soziales

Lennestadt: Neues Rezeptbuch für jeden Anlass und Geschmack

| Lesedauer: 3 Minuten
Die Ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des St. Elisabeth-Hospizdienstes stellen das neue Rezeptbuch vor. Geschäftsführer Martin Schäfer bedankt sich für die Initiative zugunsten des Hospizes.  

Die Ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des St. Elisabeth-Hospizdienstes stellen das neue Rezeptbuch vor. Geschäftsführer Martin Schäfer bedankt sich für die Initiative zugunsten des Hospizes.  

Foto: Volker Eberts / WP

Lennestadt.  350 Rezepte auf 400 Seiten stehen im neuen Rezeptbuch des St. Elisabeth-Hospizdienstes. Wie es zu diesem ungewöhnlichen Projekt kam.

Am Anfang war es nur eine Idee. Daraus wurde eine bunte Zettelsammlung und jetzt liegt ein gebundenes Buch mit dem Zeug zum Bestseller auf dem Tisch: das Rezeptbuch des St. Elisabeth-Hospizdienstes.

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Für ein Rezeptbuch braucht es nicht immer ein fertiges Konzept. Es reicht, wenn neun engagierte Frauen ihre Lieblingsrezepte zusammenwerfen. So ähnlich hat es angefangen. Hildegard Vogel, eine der neun Autorinnen: „Bei gemeinsamen Feiern und Patronatsfesten des Hospizes bringt jede von uns was Leckeres zum Essen mit, irgendwann wurden dann die ersten Rezepte ausgetauscht.“ „Wir sind alles erfahrene Hausfrauen und ich bin leidenschaftliche Rezeptsammlerin“, ergänzt Christel Schulte. Und so keimte die Idee, man könnte doch aus den Familienrezepten und Eigenkreationen eine Rezeptsammlung machen - und zwar pünktlich zum 30-jährigen Bestehen des Hospizvereins in Altenhundem.

Und im Nu lag eine Zettelsammlung mit sage und schreibe 350 Rezepten vor. „Alles Lieblingsrezepte“, betont Maria Hanses, also nichts Beliebiges.

Aber wie wird daraus ein Buch? „Das wussten wir auch nicht, aber wir kennen ja Michael Brüseken“, sagt Susanne Ludwig. Der Altenhundemer, der schon unzählige Broschüren, Bücher, Plakate, Flyer erschaffen hat, ließ sich auch diesmal nicht lange bitten und kreierte aus den Zetteln das Buch, geordnet, übersichtlich und gut lesbar. Ein Buch, bei dem schon beim Blättern das Wasser im Munde zusammenläuft. Wie wärs mit einer Königin-Suppe zum Auftakt, einer Schupfnudel-Zuccini-Hackpfanne oder Putenragout mit Schattenmorellen als Hauptgericht?

Aber es finden sich auch Baupläne für unzählige Salate und Dips, Desserts, Kuchen, Weihnachts- und Kleingebäck und sogar Liköre…. also das gesamte Besteck für jeden Anlass und jeden Geschmack. Klassiker wie Kalte Schnauze oder Lasagne al forno wechseln sich mit geheimnisvollen Eigenkreationen wie Spaghetti „Frau Schneider“ oder „Meikes schnelle Pfanne“ ab. Mit „Essen hält Leib und Seele zusammen“ war auch ein passender Titel für das 400-Seiten-Buch schnell gefunden

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Aber das Buch hat auch noch einen Hintergrund, den die ehrenamtlichen Hospiz-Helferinnen im Vorwort allen Leserinnen und Lesern erklären: „Die Rezeptsammlung ist ein kleiner Schatz, den sie gerne mit anderen teilen können. Damit tragen Sie auch unser Anlegen weiter, dem Hospizverein etwas von dem zurückzugeben, was jeder von uns durch die Begleitung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase erfährt und erlebt.“

Erlös für Hospizverein

Die gesamte Erstellung des Buches wurde ehrenamtlich geleistet, für die Finanzierung des Drucks fanden sich zudem zwei großzügige Sponsoren aus Altenhundem. So kann der komplette Erlös dem Hospizverein zur Verfügung gestellt werden. Das macht das Buch als Weihnachtsgeschenk noch wertvoller.

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