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Lennestadt: Wanderweg Veischeder Sonnenpfad ausgezeichnet

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Ein Wegweiser auf dem Veischeder Sonnenpfad. Der Qualitäts-Wanderweg ist auch im Winter ein Erlebnis.

Ein Wegweiser auf dem Veischeder Sonnenpfad. Der Qualitäts-Wanderweg ist auch im Winter ein Erlebnis.

Foto: Volker Eberts / WP

Veischedetal.  Der Wanderweg Veischeder Sonnenpfad wurde zum vierten Mal zertifiziert. Diesmal ist die Auszeichnung besonders wertvoll.

Zum vierten Mal hat der Wanderweg „Veischeder Sonnenpfad“ jetzt die Auszeichnung „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ erhalten. Auf der Tourismusmesse CMT in Stuttgart nahm Sabine Risse als Vertreter des Sauerland Tourismus e.V. stellvertretend für die IG Veischedetal die Urkunde von Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, Präsident des Deutschen Wanderverbandes, entgegen. Trotz der Freude über die erneute Auszeichnung ist die Stimmung in der IG Veischedetal etwas getrübt. Der Grund ist geplante Vollsperrung der Zufahrt zur Hohen Bracht ab 6. März. „Dass unser Aushängeschild zum Start der neuen Wandersaison mit dem Auto weitgehend nicht zu erreichen ist, das ist schon sehr bedauerlich. Die Hohe Bracht ist für die Wanderer auf dem Veischeder Sonnenpfad Anfahr-, Start- und Zielpunkt“, so Peter Allebrodt, Sprecher der IG Veischedetal.

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Alle drei Jahre muss sich der Weg der Überprüfung stellen, ob die fast 37 Kilometer Wegstrecke den Standards für Qualitätswege noch entsprechen. Dabei wird der Weg in vier Kilometer lange Abschnitte unterteilt, die dann Wahl- und Kernkriterien überprüft werden. Jeder Abschnitt muss mindestens elf von 23 Wahlkriterien erfüllen. Die Gesamtstrecke muss zudem neun Kernkriterien hinsichtlich Wegbeschaffenheit, Umfeld, Markierung und Beschilderung, Abwechslung und Erlebnischarakter erfüllen.

Der Dank der Touristiker und natürlich auch der Wanderer geht an die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, die den Weg durch ihre Arbeit „am Laufen“ halten. Unbestritten ist die Zertifizierung neben der Qualitätskontrolle ein wichtiges Marketing-Instrument. Um weiterhin im Konzert der besten Wanderwege mitzuspielen, ist es wichtig, den Weg alle drei Jahre überprüfen zu lassen. Peter Allebrodt, Sprecher der IG Veischedetal, gibt das Lob vor allem an die Touristik-AG Lennestadt-Kirchhundem (TAG) zurück. „Wir sind dankbar, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt hier so gut läuft.“ Die IG Veischedetal werde alles dafür tun, dass sich die Wanderinnen und Wanderer auf dem Veischeder Sonnenpfad weiterhin wohlfühlen.

Der 2011 von den Gastronomen der IG Veischedetal eröffnete Wanderweg wurde 2013 erstmals zertifiziert. 2016 und 2019 war die wiederholte Auszeichnung Formsache. Die jetzige Zertifizierung dagegen ist aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen durchaus als besonders bemerkenswert herauszustellen. Durch die Borkenkäferkalamität sind einige Abschnitte des Sonnenpfads in Mitleidenschaft gezogen worden. „Teilweise fehlen Wegmarkierungen, weil die Bäume nicht mehr da sind“, so Viola Japes von der Tourist-Info Lennestadt & Kirchhundem. Außerdem fielen den Abholzungen typische Erkennungszeichen zum Opfer.

Doch auch diese Probleme wurden gemeistert, so dass der Veischeder Sonnenpfad sich für weitere drei Jahre über das Zertifikat freuen kann. „Das ist aber keine Garantie, dass jedes Wegzeichen, also das „V“, schon wieder an seinem Platz ist“, so Luisa Möser, Leiterin der Touristik-AG. Denn der Fichtenholzeinschlag gehe mit unverminderter Intensität weiter und „wir wissen nicht, wann und wo abgeholz wird“, so Möser.

Gleichwohl gibt es auch den positiven Effekt, dass sich auf der 37 Kilometer langen Wegstrecke durch die Abholzungen wunderschöne neue Blicke und Ausblicke auftun, die zuvor noch kein Mensch gesehen hat. Wer den Sonnenpfad zuletzt vor drei Jahren gelaufen ist, der wird ihn jetzt auf einigen Abschnitten kaum wiedererkennen. Allein das macht ihn interessant.

Nächste Zertifizierung

Auch für den zweiten lokalen Qualitäts-Rundwanderweg in Lennestadt und Kirchhundem, die „Oberhundemer Bergtour“ steht bald die nächste Zertifizierung an, ebenfalls zum 4. Mal. Das Wandersiegel „Premiumwanderweg mit Mittelgebirge“ für die 11,6 Kilometer lange Strecke östlich von Oberhundem wird vom Deutschen Wanderinstitut vergeben und gilt noch bis 2024.

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